Medienspiegel

Chronische Verbitterungsstörung

Ein  – sehr lesenswertes – Interview von Frank Thadeusz mit Heidi Kastner

„Psychiaterin Kastner über Wut: „Es stirbt keiner, wenn man ihn Trottel nennt“ (oder müßte es gegendert heißen: „Trottelin“?)

Mehr Mut zur Wut – so das Plädoyer der Psychiaterin Heidi Kastner. Zu häufig werde Wut unterdrückt, dabei würden deutliche Worte manchmal guttun. Gegen zu viel Geifer nütze eine einfache Erkenntnis: „Shit happens.“

SPIEGEL ONLINE: Sie berichten in Ihrem Buch von zwei bis drei Prozent chronisch Verbitterten, die eine Gesellschaft ertragen muss. Das wären in Deutschland nahezu eine Viertelmillion Menschen

Kastner: .. das ist eine bemerkenswerte Zahl, richtig. Der Berliner Psychiater Michael Linden hat den Begriff der chronischen Verbitterungsstörung eingeführt. Das betrifft Menschen, die nach einer nicht unbedingt weltbewegenden Kränkung nicht mehr von diesem Kränkungserlebnis loskommen. Dabei sind das manchmal völlig banale, alltägliche Ereignisse.“

Hervorhebungen GB; Kommentar:

Oder sie fühlen sich als Nicht-Heterosexuelle von der Mehrheitsgesellschaft gekränkt. Das würde, auch in quantitativer Hinsicht, ganz gut passen.

Wer sich mit dem Schrifttum (meist lesbischer) Frauen in den Gender Studies befaßt, der begegnet ständig dem Typus der chronischen Verbitterungsstörung. Die Ladung dieser Texte mit negativen Emotionen ist für jeden Leser erfahrbar.

Abgesehen von ihrer offensichtlichen und nervtötenden Irrationalität sind diese Texte, die zu einem großen Teil offenbar nur der Abfuhr des Überdrucks an negativen Emotionen dienen, für Leser auch aus diesem Grund emotional schwer erträglich.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/heidi-kastner-im-interview-ueber-wut-und-aggression-a-1000530.html

http://cdn2.spiegel.de/images/image-705271-galleryV9-wnhi.jpg