Medienspiegel

Hessen: Schwarz-Grün will bessere Karrierechancen für Frauen

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„Seit mehr als 20 Jahren gibt es ein Gesetz zur Gleichstellung von Frauen in der Verwaltung – ohne durchschlagenden Erfolg. Schwarz-Grün nimmt jetzt einen neuen Anlauf. Der Opposition reicht das nicht.“

„In Hessens Verwaltung sollen mehr Frauen in Führungspositionen gelangen. Jede Dienststelle mit mehr als 50 Beschäftigten soll künftig einen Plan zur Gleichberechtigung der Geschlechter vorlegen. Dies sieht ein am Dienstag in Wiesbaden vorgestellter Gesetzentwurf der schwarz-grünen Regierung vor. Die Frauenbeauftragten sollen außerdem ein Klagerecht vor dem Verwaltungsgericht erhalten. Das gilt als entscheidende Neuerung im Vergleich zum alten Gleichstellungsgesetz, das in Hessen erstmals in den 1990er Jahren erlassen wurde.

Der Entwurf strebt außerdem an, dass Frauen auch in Teilzeitarbeit Führungsaufgaben übernehmen können. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werde. „Es darf keinen Karriereknick für Frauen geben“, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU), der den Entwurf mit den beiden Regierungsfraktionen vorstellte.“

Zum Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/schwarz-gruen-will-karrierechancen-von-frauen-verbessern-13689836.html

Kommentar GB:

Hier wird ein Sonderrecht der Frauenbegünstigung geschaffen, dass mit dem individualistischen Menschenbild des Grundgesetzes bricht und, weil geschlechtsgruppenbezogen, ein Element der Ständegesellschaft des ancien régime des 18. Jahrhunderts wieder einführt.

http://le-bohemien.net/2014/11/27/gender-mainstreaming-radikaler-biologismus/

http://le-bohemien.net/2014/10/18/frauenquote-das-subventionierte-geschlecht/

So entsteht eine neuen Privilegienstruktur zugunsten der Frauen und zu Lasten der Männer, die im offenen Widerspruch zu Art. 3 und Art. 33 GG rechtlich und verfahrensmäßig diskriminiert werden. Eine Politik, die Privilegien schafft anstatt sie zu beseitigen, ist objektiv eine rechte Politik, und zwar völlig unabhängig von der Frage, wie die diese Politik betreibenden Parteien das selbst beurteilen mögen. Ich erinnere daran, dass die Große Franösische Revolution allererst die steuerlichen und sonstigen Privilegien der Geistlichkeit und des Adels beseitigt hat.

Die postmoderne Gesellschaft wandelt sich offenbar in Richtung auf eine postmoderne Ständegesellschaft.