Medienspiegel

Das Leid der Lesben

Gender und Wahn: Können wir uns verändern, um glücklicher zu werden?

von Heide Oestreich  –  Auszug:

„Dass Gender nicht sehr präsent ist, merkt man daran, dass kaum einer weiß, worum es eigentlich geht. Im Gegensatz zu der Horrorvorstellung von Frau Kelle, dass hier die Biologie geleugnet würde, befasst sich Genderforschung damit, wie wir die Biologie interpretieren. Und stellt fest: Da haben in den letzten Jahren diejenigen die Oberhand, die unser Verhalten ganz und gar biologisch erklären wollen: Frauen haben ein anderes Gehirn, andere Hormone, andere Gene als Männer und deshalb sind sie so wie sie sind. Die 0,4 Prozent Genderprofessuren in Deutschland konnten daran nicht das Geringste ändern.

In letzter Zeit mehren sich aber die Belege dafür, dass das Hirn extrem plastisch ist, die Hormonlage sich auch der Lebenssituation anpasst und Gene ebenfalls auf die Umwelt reagieren. Zugleich zeigt die Forschung, dass Menschen sich umso stereotyper verhalten, je öfter ihnen die Stereotypen vorgebetet werden. So mindert es zum Beispiel die Intelligenz – und zwar von Jungen und Mädchen – wenn sie sich als Cheerleader vorstellen, bunte Puscheln schwingend. Imaginierten sie sich als Professor, stieg die Intelligenz – bei beiden.

An der Biologie können wir so schnell nichts ändern, aber warum sich nicht um das kümmern, was wir ändern können? Anstatt die Schotten dicht zu machen und zu behaupten, nichts sei veränderbar?

Können wir uns verändern, um glücklicher zu werden? Oder müssen wir das Beste aus dem Vorgegebenen machen? Letztlich ist das eine Frage zwischen links und rechts. Fortschrittlich oder konservativ sein. Der WDR  und die „Zeit“ sind dabei nun ganz auf der konservativen Seite gelandet. Das zumindest ist mit Gendergate klar geworden. Kein Wunder, dass aktueller Feminismus im Netz stattfindet, in den alten Medien hat er nämlich keinen Platz.“

http://www.gwi-boell.de/de/2015/09/18/gender-und-wahn-koennen-wir-uns-veraendern-um-gluecklicher-zu-werden

Kommentar GB:

„Im Gegensatz zu der Horrorvorstellung von Frau Kelle, dass hier die Biologie geleugnet würde, befasst sich Genderforschung damit, wie wir die Biologie interpretieren.“ Und: „Letztlich ist das eine Frage zwischen links und rechts. Fortschrittlich oder konservativ sein.“

Nein, Frau Oestreich, es geht um richtig oder falsch.

Das ist der Punkt. Es geht um sonst gar nicht. Nur um richtig oder falsch.

Und die Gender-Ideologie ist eben falsch.

Denn Biologie kann nicht „interpretiert“ werden, sie ist „science“. Das ist die Crux des Genderismus, dass er meint, alles mögliche beliebig interpretieren und als gültig setzen zu können. Eben das ist sein Ideologiecharakter.

Es geht auch nicht um – politisch –  links oder rechts. Das ist völliger Quatsch.

Denn: Homosexualität ist ebenso wie Heterosexualität überhaupt nicht politisch, und schon gar nicht „links“ oder „rechts“.

Beide sind was sie sind, und das ist alles, was darüber zu sagen ist.