Frauenquote: „Tatort“-Regie soll künftig weiblicher werden

„Die bisherige Männerbastion „Tatort“ wird fallen. Laut Programmdirektor Volker Herres sollen künftig 20 Prozent der TV-Krimis von Frauen inszeniert werden. Damit reagiert die ARD auf Kritik aus der Branche.“

„In drei Jahren soll bei jedem fünften „Tatort“, „Polizeiruf 110“ oder ARD-Mittwochsfilm eine Frau Regie führen. Das Ziel von 20 Prozent sei aber nur „ein erster Schritt“, den man mit den Produzenten gemeinsam erreichen wolle, betonte Programmdirektor Volker Herres am Mittwoch nach einer ARD-Intendantentagung in Stuttgart.

Mit gutem Willen allein lasse sich der Anteil weiblicher Regiebesetzungen offenbar nicht ausbauen, so Herres. Die ARD-Sender hätten bereits begonnen, Serienproduktionen gezielt mit Regisseurinnen zu besetzen. Für die Erstling-Debütfilme sei ein Verhältnis von 50:50 fast schon erreicht, hieß es. Wie hoch der Anteil an Regisseurinnen bei den fiktionalen Produktionen aktuell ist, ließ Herres offen. Er sei aber „sehr gering“. Frauen seien „chronisch“ unterrepräsentiert.Auch die ARD-Tochter Degeto hatte kürzlich angekündigt, künftig mindestens 20 Prozent ihrer Filme von Frauen inszenieren zu lassen. Der Zusammenschluss Pro Quote Regie fordert seit langem eine gerechtere Geschlechter-Aufteilung bei der Vergabe von Regie-Posten. Der Verband prangert an, dass Frauen zwar 42 Prozent aller Absolventen von Regiestudiengängen ausmachen, ihr Anteil bei den fiktionalen Programmen von ARD und ZDF aber nur 11 Prozent beträgt. Beim „Tatort“ und „Polizeiruf 110″ liegt der Anteil sogar nur bei 9 Prozent.“

kae/dpa

http://www.spiegel.de/kultur/tv/tatort-fuehrt-frauenquote-ein-a-1054361.html

Kommentar GB:

Was nicht gefragt, nicht bedacht, nicht beantwortet wird, das ist die Frage:

Weshalb sollte denn statt Begabung, Qualifikation und Leistung ausgerechnet das Geschlecht eines Menschen ein Auswahlkriterium bei der Personalauswahl sein?

Eine mittelmäßig begabte, qualifizierte und leistungsfähige Frau soll also bevorzugt werden, sobald sie gegen bessere Männer konkurriert.

Warum dann aber nicht Gewicht, Größe, Haut- oder Haarfarbe?

Warum also gerade: Geschlecht?

Bei der Produktion von Pornofilmen o. ä. bezahlten Aktivitäten spielt dieses Merkmal natürlich eine Schlüsselrolle. Das ist ja klar.

Aber sonst?

Die Frauenquote ist Ausdruck des Aufstands der weiblichen Mittelmäßigkeit.

Denn die exzellenten Frauen setzen sich im Beruf ganz ohne Quote durch. Die Quote schadet ihnen sogar, weil sie dadurch zu den Mittelmäßigen gezählt werden, zu denen sie gar nicht gehören.

Zugespitzt und allgemein:

In einer Konkurrenzsituation soll also Mittelmäßigkeit gegenüber Exzellenz bevorzugt werden. Ist das sinnvoll? Nein.

Wer Quoten einfordert oder sie unterstützt, bekennt sich zur eigenen Mittelmäßigkeit. Denn sonst wäre das unnötig und schädlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abonnieren Sie den Freitagsbrief!

Erhalten Sie eine wöchentliche Übersicht über die wichtigsten Meldungen meines Medienspiegels.

Sie erhalten keinen Spam! Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.