Medienspiegel

Flüchtlingsidealismus

Zuwanderung: Wie naiv wollen wir sein?

Eine Kolumne von

„70 Prozent der Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind junge, allein reisende Männer. Soziologen sagen, dass wir uns auf eine „Maskulinisierung“ des öffentlichen Raums einstellen sollten. Sind wir darauf vorbereitet?“

„Auf der Facebook-Seite von Katrin Göring-Eckardt steht seit Anfang September das Foto eines etwa fünfjährigen Mädchens, das seinen Kopf aus einem Bahnwaggon hält und den Betrachter aus großen Augen anblickt. „#Flüchtlinge auf dem Weg von Gevgelija an die serbische Grenze“, heißt es in einem Begleittext. Das Foto fällt sofort ins Auge, zusammen mit dem Willkommensgruß „Refugees Welcome“ ist es das Titelbild auf der Facebook-Seite der Politikerin. Es ist das, was man ein herziges Bild nennt. Wer keine Seele aus Stein hat, der möchte das Kind an die Hand nehmen und an einen sicheren Ort bringen.

Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat vergangene Woche ein Flüchtlingsbild präsentiert. Dieses Foto war in Berlin aufgenommen, es war an dem Tag das Aufmacherbild der Zeitung. Man sah darauf Neuangekommene, die auf ihre Registrierung als Asylbewerber warteten. Ein Kollege, mit dem ich telefonierte, fragte mich, ob ich bemerkt habe, dass es sich von vielen Flüchtlingsfotos unterscheide. Er hatte recht: Es gab darauf weder Kinder noch Frauen. Man sah ausschließlich Männer, die sich an weißen Sperrgittern gelehnt die Zeit vertrieben.“

Zum Artikel:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-wie-naiv-wollen-wir-bei-der-zuwanderung-sein-kolumne-a-1056364.html

http://www.freiewelt.net/nachricht/folgen-bald-ueber-7-millionen-frauen-und-kinder-10063845/

http://www.welt.de/politik/article147210973/Nie-gefragt-ob-wir-Einwanderungsland-werden-wollen.html

mit Video – Interview mit Prof. Patzelt.  Und – äußerst energisch – Bettina Röhl:

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/merkel-muss-weg-sofort/

Merkel macht das Problem zur Chefsache:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/merkel-macht-fluechtlingshilfe-zur-chefsache-a-1056478.html

Wenn sie ihre bisherige politische Linie hinsichtlich des Asylrechts beibehält, dann werden die Probleme kaum gelöst werden können, abgesehen davon, dass die Uhr tickt. Es ist Herbst: und der Winter kommt. Das alles kann nur größte Besorgnisse auslösen. Und der Nachzug kommt erst noch:

http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingskrise-nicht-ohne-meine-kernfamilie-13842435.html

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Senat-macht-Weg-fuer-Beschlagnahmungen-frei-_arid,1223953.html

In der CDU wächst der Widerstand:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/cdu-angela-merkel-kritik-fluechtlingskrise

Der obige Artikel zeigt auf, worum es dort außer Migration noch geht; siehe Tauber, etc.

Diese innerparteiliche Linie stellt insgesamt das von der CDU zu lösende Problem dar.

Kommentar GB:

Der Begriff der Naivität ist in diesem Zusammenhang noch ein außerordentlich schonender.

„Anfang Januar 2015 schrieb ich zu diesem Thema:

http://le-bohemien.net/2015/01/09/immigration-aufklaerung-statt-diffamierung/

Es ist weitaus heftiger gekommen, als ich mir das damals vorgestellt habe.

Bei den Deutschen habe ich manchmal den Verdacht, dass so etwas wie eine bipolare Störung vorliegen könnte, so begeistert und extremistisch fällt man hierzulande von einem Extrem in das Entgegengesetzte, anstatt maßvoll, moderat und abgewogen praktische Vernunft walten zu lassen, um auf einem mittleren Weg zu bleiben, der anderen zumeist mehr oder oder weniger selbstverständlich ist.

Wie angenehm wirkt doch nüchterner, sachlicher Realismus in Kontrast zu jener nervtötend aufgeplusterten Gesinnungsethik, die höchst fragwürdige Pflichten konstruiert und die auf die Folgen des Handelns, das sie aggressiv einfordert, lässig pfeift. Vor allem sie wirkt in diesem Zusammenhang intellektuell unterkomplex und zugleich neurotisch, als ob hier etwas Schuldhaftes, was es ja wirklich gibt, überkompensiert werden müßte, etwas, wozu man in Wahrheit eben kein angemessenes Verhältnis gefunden hat. Das ist kein Wunder, denn das ist tatsächlich sehr schwer oder sogar unmöglich. Aber es wäre doch gut, wenn unsere Gesinnungsethiker einfach Demut entwickelten, und wenn sie also endlich schwiegen, denn das wäre eine Wohltat für alle.“

https://frankfurter-erklaerung.de/2015/10/deutschlands-moralische-selbstueberschaetzung/

Und dann:

Gehört der Islam zu Deutschland? 

http://www.welt.de/politik/deutschland/article147280667/Fuer-die-meisten-gehoert-der-Islam-nicht-zu-Deutschland.html

http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-koran-5228/1

Der Islam gehört nach Quelltext, geographischem Ursprung, Ausbreitung und Geschichte eindeutig nicht nach Europa.

Es gab historisch bisher zwei Eroberungsversuche, beide mit teilweisem Erfolg. Der erste im ersten Jahrtausend durch die Araber über Spanien bis nach Frankreich, der zweite im zweiten Jahrtausend seitens der Osmanen über den Balkan bis vor Wien.

Und strittig ist, ob der dritte Versuch nicht bereits im vollen Gange ist.

Heute leben muslimische Immigranten in Europa, und soweit sie sich integriert haben, was glücklicherweise vielfach gelungen zu sein scheint, gehören sie selbstverständlich zu Europa – aber eben nicht „der Islam“, insbesondere nicht dessen Kern, also der Koran etc.

Es mag ja sein, dass die Redenschreiber von Herrn Wulff, Herrn Gauck und Frau Merkel das nicht wissen.

Aber das ändert nichts an der Sachlage, die von der Mehrheit der Bevölkerung völlig klar und richtig beurteilt wird.