Medienspiegel

Gendermedizin? Am Herzen wird der kleine Unterschied gefährlich

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„Für Patienten ist die Geschlechterfrage eine Sache auf Leben und Tod:

Haben Männer öfter Herzinfarkte? Oder wird er bei Frauen übersehen?“

Zum Artikel:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/gendermedizin-am-herzen-wird-der-kleine-unterschied-gefaehrlich/12445688.html

Kommentar GB:

Es gibt keine Gender-Medizin.

Medizin ist Naturwissenschaft und kennt zwei Geschlechter, also Männer und Frauen, sowie junge und alte Menschen.

Die Behauptung, es habe die Gender Studies benötigt, damit der Medizin erstmals und endlich der medizinisch zu berücksichtigende Unterschied zwischen Mann und Frau aufgefallen wäre, der von den „Gender Studies“ doch gerade bestritten wird, sie dürfte der dämlichste  Witz des Jahrhunderts sein.

Die Leistungen und Fortschritte der Medizin nun als angeblichen Nutzen der Gender Studies auszuweisen, imdem, ein sprachlichen Trick, von „Gender-Medizin“ gesprochen wird, das offenbart entweder völlige Ahnungslosigkeit oder es ist ist ein sprachliches Betrugsmanöver, um den Gender Studies eine Leistung zuzuschreiben, die sie nie erbracht haben: Hochstapelei also. Aber was tut Frau nicht alles für weitere Steuersubventionierung!

Zitat:

„Der Begriff gender wird mittlerweile in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft genutzt. Doch was ist damit gemeint? Woher stammt diese Benennung? Wo wird dieser Begriff angewendet?

In der Linguistik bezeichnet das Wort gender zunächst im Englischen den Genus bzw. das grammatikalische Geschlecht – d.h. die Unterscheidung zwischen weiblich, männlich und sächlich. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird gender als Bezeichnung für das soziale Geschlecht und in Abgrenzung dazu sex als biologisches Geschlecht definiert.

Als Begrifflichkeit wurde gender erstmals in der Medizin in der Forschung mit Intersexuellen in den 1960er Jahren verwendet, um die Annahme zu verdeutlichen, dass die Sozialisation der Individuen für die Geschlechterzugehörigkeit bzw. Geschlechtsidentität verantwortlich ist. So wurde das soziale Geschlecht (gender) im weiteren Verlauf als unabhängig vom biologischen Geschlecht (sex) betrachtet. In den 70er Jahren wurde der englische Begriff gender im feministischen Sprachgebrauch als Analysekategorie aufgenommen, um die Unterscheidung zwischen biologischem und sozialen Geschlecht zu betonen und so einen Ansatz zu entwickeln, der die Veränderbarkeit von Geschlecht in den Blickpunkt rückt: Geschlechterrollen sind kein biologisches Phänomen, sondern stellen soziale Zuschreibungen dar. Sie werden in sozialen Interaktionen und symbolischen Ordnungen konstruiert und sind damit veränderbar. Mit gender werden scheinbare geschlechtsspezifische Fähigkeiten, Zuständigkeiten und Identitäten in Frage gestellt und kritisiert – danach gibt es keine homogene Gruppe von „Frauen“ oder „Männern“ bzw. keine Definition für das was es heißt männlich oder weiblich zu sein.

Das Begriffspaar gender und sex ermöglicht die Erforschung von sozialen Prozessen, welche die Geschlechterrollen, die Geschlechtsidentitäten und das Geschlechterverhältnis konstruieren und somit welche Ordnungsschemata zur geschlechtsspezifischen Strukturierung und Hierarchisierung des Alltags beitragen.

Seit den neunziger Jahren neu und kontrovers diskutiert wird das Verhältnis zwischen gender und sex. Demnach werden nun auch biologische Unterscheidungen zwischen Mann- und Frausein als kulturelle Produkte analysiert und somit als Gegebenheit brüchig.“

Quelle:

https://www.uni-bielefeld.de/gendertexte/gender.html