Medienspiegel

Theater als Schauprozess

Von Alexander Kissler

„Die Berliner Schaubühne hat in dem Stück „Fear“ konservative Frauen als „Nazis“ beschimpft. Nun erhält das Theater Drohungen. Um den Kreislauf des Hasses zu stoppen, sollten die Macher das Gespräch mit den angegriffenen Frauen suchen.“ (…)

„Diese offenbar ebenso debilen wie mächtigen „Untoten“ werden namentlich benannt, und damit begann der Ärger. Hauptpersonen wider Willen sind die AfD-Politikerinnen Beatrix von Storch und Frauke Petry, die Publizistinnen Birgit Kelle und Gabriele Kuby und die „Demo für alle“-Organisatorin Hedwig von Beverfoerde. Deren Gesichter sind dauerpräsent mit Videoeinspielungen und mit Fotos, auf denen die Augen ausgestochen sind. Sie darf man konservativ nennen, stramm konservativ, mit einem Stich ins Reaktionäre. Doch sind sie die ideologischen Erben der Nationalsozialisten? Ist das Plädoyer für eine Familie aus Vater, Mutter, Kindern eine faschistische Grenzverletzung? Dann müsste in Deutschland das mit Abstand gängigste Familienmodell verboten werden. Haben sich die fünf Damen der „Vernichtung“ von Menschen schuldig gemacht? Dann her mit den Beweisen, Herr Richter, die Staatsanwaltschaft ist für jeden Hinweis dankbar.

Letztlich ist die hilflose Zombie-Revue ein künstlicher Offenbarungseid und eine intellektuelle Bankrotterklärung. In wahrlich aufgeheizter Zeit, da Gewalt von rechts und Gewalt von links sich wechselseitig befeuern, gießt die renommierte „Schaubühne“ Öl in die Flammen und erklärt mit dem ganzen Trotz eines vorpubertären Kindes: „Alles Nazis! Pfui“ – und deutet mit ausgestrecktem Finger auf eine sehr disparate Mischung liberaler, konservativer und rechtsextremer Gallionsfiguren.“

Zum Artikel:

http://www.cicero.de/salon/nazi-skandal-der-schaubuehne-theater-als-schauprozess/60101

https://de.wikipedia.org/wiki/Falk_Richter

Kommentar GB:

Was soll ein Theaterstück gegen Frauen, denen in Wahrheit nichts vorzuwerfen ist? Kann es sein, dass es sich hier um einen vermutlich gelungenen Versuch linkspopulistischer Hetze handelt?

Gabriele Kuby und Birgit Kelle haben aufklärerische und empfehlenswerte Bücher und Artikel geschrieben. Das Auftreten von Beatrix von Storch im Europäischen Parlament kann sich sehen und hören lassen (You Tube), und Frau von Beverfoerde ist eine ehrenhafte Konservative. Frauke Petry führt eine neue Partei, die den anderen Parteien schon aus Gründen der Parteienkonkurrenz nicht paßt. Das ist kein Wunder, kann aber Frauke Petry nicht angelastet werden. Jeder kann das alles leicht selbst nachprüfen. Das alles dürfte auch Herrn Falk Richter klar sein, außer, er wäre außergewöhnlich schlecht informiert oder, schlimmer, linkspopulistisch verblendet. Das ist allerdings ein Befund, der heute leider massenhaft gestellt werden muß.