Medienspiegel

Am Quotenpranger

von Heike Göbel

„Nicht genügend Frauen in der Unternehmensführung? Der Justizminister und die Familienministerin packen die Firmen jetzt bei der Ehre. Aber es gibt nicht immer die passenden Frauen.“

„Der Justizminister und die Familienministerin packen die Unternehmen jetzt bei der Ehre. Nur wer „geistig im vergangenen Jahrhundert“ steckengeblieben sei, glaube, es gebe nicht genug geeignete Frauen, um die neue Quote für Aufsichtsräte zu erfüllen, sagt Heiko Maas. Manuela Schwesig mahnt, es gehöre zum „Einmaleins des Managements“, strategische Ziele zu setzen.“

Zum Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-am-quotenpranger-13981153.html

Kommertar GB:

Kann es sein, dass die SPD nach ihren massiven Wähler- und Mitgliederverlusten ein Personalproblem hat?

Zur negativen Entwicklung der Parteien:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/grafiken-so-gefaehrdet-sind-parteien-und-demokratie-a-1045060.html

Wo wäre der Ansatzpunkt für eine positive Veränderung zu finden? In kritischer Selbsterkenntnis. Und in Selbstkritik. Und deshalb werden die Ursachen weiterhin woanders gesucht werden, und es wird bei wirkungslosem Aktivismus bleiben. Zu kritischer Selbsterkenntnis und Selbstkritik sind die Parteien  nicht in der Lage, leider, zum Schaden des Gemeinwesens.

Allererst müßte der Propagandaschwindel aufgegeben werden, an den alle so gerne glauben wollen, dass man selbst nämlich alles richtig gemacht habe, und dass es deshalb weiter so gemacht werden müsse. Es ist eben nicht alles richtig gemacht worden, von niemandem, und deshalb müßte genau darüber gesprochen und diskutiert werden. Man sollte das nicht öffentlich tun, aber tun muß man es.

Denn sonst wird sich ein schlechter Zustand weiter verschlechtern.