Medienspiegel

Die Diktatur des Guten

Deutschland muss endlich aufhören, Größenfantasien zu erliegen!

21.01.2016 – von Viola RoggenkampViola Roggenkamp

Auszüge:
(…) „Wir leben in der Diktatur des Guten. Wie kam es dazu? Der ganze Schlammassel begann, als die Bundeskanzlerin in Rostock einem palästinensischen Mädchen, kurz vor dessen Abschiebung in den Libanon, unmissverständlich vor laufender TV-Kamera erklärte, weshalb Deutschland nicht allen Menschen helfen könne. Das kam gar nicht gut an. Und wenig später die frohe Botschaft aus Berlin: Deutschland schafft das.“  (…)
(…) „Ich lege Wert auf die Unterscheidung zwischen Befürchtungen und Ängsten. Mir fällt auf, dass in den Medien von Ängsten gesprochen wird, wenn jemand Befürchtungen äußert, die sich auf reale Vorkommnisse beziehen. »Wo immer in der Welt unliebsame Tatsachen diskutiert werden«, lese ich bei Hannah Arendt, »kann man häufig beobachten, daß man ihre bloße Feststellung nur darum toleriert, weil dies von dem Recht zur freien Meinungsäußerung gefordert werde, daß also, halb bewußt und halb ohne dessen auch nur gewahr zu werden, eine Tatsachenwahrheit in eine Meinung verwandelt wird.« (…)
(…) „Deutsche Muslime, mutige, kluge Frauen und Männer, warnen vor den faschistischen Strukturen des Islam, sie werden mit Preisen ausgezeichnet, ihre Botschaft bleibt ohne Gewicht, versackt. Ist das nicht merkwürdig? Sie schildern die Unterwerfungskultur, die Frauenverachtung, die Homophobie, den Hass auf Juden. Aus dieser Welt kommen die Flüchtlinge. Geflohen sind sie deshalb nicht.“ (…)
(…) „Wie schlecht sich der Flüchtling immer benimmt, egal, bedeutungslos. Ihm wird vom guten Deutschen die Sprache verweigert, er ist Objekt, ist Besitz im deutschen Omnipotenzraum: Wir schaffen das. Verleugnet wird, was stört. Wer diesen Dunstkreis durchbricht, wird abgestraft.“  (…)

(…) „Ihr Juden habt Ressentiments gegenüber den Muslimen wegen Israel, wird mir gesagt. Ist das so? Habe ich Ressentiments gegenüber den Muslimen? Nun ja. Steht ein Muslim vor mir, sage ich ihm lieber nicht, dass ich Jüdin bin. Darauf wird er sowieso nicht kommen, denn meine jüdische Familie mütterlicherseits ist in der fünften Generation perfekt integriert, wie man an mir sehen kann. Er wird mich für eine Deutsche halten, die an das Schoa-Märchen glaubt und sich den Juden unterwirft. Soll ich das auf mir sitzen lassen?“

„Wir Juden, antworte ich, haben Ressentiments gegenüber euch Deutschen.

Meine guten Freunde brauchen einen Moment, bis sie begreifen, dass sie darauf von allein nicht gekommen wären.

 Jetzt soll ich sagen, was Deutschland denn tun solle?

Den eigenen Größenfantasien nicht länger erliegen. Probleme offen benennen. Das Asylrecht nicht verfälschen – und endlich ein Einwanderungsland werden mit Aufnahmebegrenzung!“  (Hervorhebungen GB)

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24467

sowie zur aktuellen Situation von Juden in Schweden:

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24476

und in Deutschland:

http://www.freiewelt.net/nachricht/israels-botschafter-warnt-vor-judenshyhass-nicht-nur-bei-rechtsshyextremen-10065267/