Medienspiegel

„Das letzte Abendmahl“ von Obama – eine explosionsfähige Botschaft

Veröffentlicht
Samstag, 19. November 2016

Willy Wimmer:

Ich gehe davon aus, dass bis zum Sonntag Abend das deutsche Volk in allgemeiner Schockstarre verharrt.

Willy Wimmer, Staatssekretär a.D. im Gespräch mit World Economy

Alexander Sosnowski: Wir haben einen Abschiedsbesuch von Barack Obama erwartet und stattdessen haben wir das Letzte Abendmahl von Da Vinci bekommen. Fast alle Staatsmänner und -Frauen der G7 sind dabei gewesen.

Willy Wimmer:

Es fällt natürlich zunächst mal auf, dass der amerikanische Präsident nicht in das europäische Zentrum nach Brüssel gekommen ist. Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, sich von dem politischen Westeuropa in angemessener Weise zu verabschieden und jeder wäre auch mit der Wahl dieses Ortes einverstanden gewesen. Bei dem Treffen in Berlin fällt natürlich auf, dass man sich im hohen Maße antieuropäisch verhalten hat, denn die Osteuropäischen Staaten gehören doch schließlich auch zu der Europäischen Union. Das war ein Signal, wie es schlimmer nicht sein kann. Das wird Empfindlichkeiten hervorrufen, die wir dann als Deutsche wieder auszubaden haben. Das ist die verhängnisvolle Politik, die aus Berlin betrieben wird und zwar eine Politik, mit der weite Teile des deutschen Volkes überhaupt nicht einverstanden sind. Wir wollen mit unseren Nachbarn in guter Nachbarschaft und nicht in einer Konfrontationssituation leben. “ (…)

http://www.world-economy.eu/pro-contra/details/article/das-letze-abendmahl-von-obama-eine-explosionsfaehige-botschaft/

Kommentar GB:

Ein sehr lesenswertes Interview!