Kurze Anmerkung zur SPD

07. Dezember 2017

Hartmut Krauss

Die SPD ist aus kritisch-marxistischer Sicht schon lange eine Verräterpartei am Krankenbett des (Spät-)Kapitalismus. An ihren Händen klebt das Blut von Liebknecht und Luxemburg.

Ihre systemstützende Strategie lautete und lautet nach wie vor: Ein bißchen „Zucker für die Affen“ (Klasse der Lohnabhängigen), um diese mit Hilfe korrumpierender Zugeständnisse besser politisch und ideologisch unter Kontrolle zu halten. „Aufgekauft“ wurde insbesondere die tradeunionistische Arbeiterbürokratie und Arbeiteraristokratie.

Mit dem Übergang vom fordistischen Sozialkapitalismus zum neoliberalen Kapitalregime führte diese grundsätzlich prokapitalistische Line a) zu einer noch engeren Verflechtung mit dem Großkapital (siehe aktuell http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ex-ministerpraesidenten-albig-und-kraft-kraft-macht-sich-weiter-fuer-kohle-stark/20677676.html sowie b) zu einer zunehmenden Übernahme postmodernistischer Ideologie (Multikulturalismus, Kulturrelativismus, Genderismus, Komplizenschaft mit dem Islam) und infolgedessen zu einer Erosion der Hegemonie über die einheimische Mehrheit der „ArbeitnehmerInnen“.

Denn diese „Werktätigen ohne Migrationshintergrund“ wurden nun via „Hartz IV“ mit dem zugewanderten (daueralimentierten) muslimischen Prekariat/Lumpenproletariat schnurstracks auf eine Stufe gestellt und bei Aufmucken kurzerhand zu „Rassisten“ und „Fremdenfeinden“ abgestempelt. Obendrein sollen sie auch noch als Steuer- und Abgabenzahler  die „Wir-schaffen-das-Politik“ sowie die „Willkommenskultur“ des etablierten Parteienkartells finanzieren und sich von „Sozialdemokratinnen“ wie Aydan Özugus und Sawsan Chebli für dumm verkaufen lassen. Manche der dergestalt Verar… wanderten deshalb über den Zwischenstopp bei der im Grunde wesensgleichen „Linkspartei“ zur AfD ab oder blieben – mehrheitlich – den Wahlurnen fern.

Zum „Geraderücken“ des Armutsdiskurses siehe: http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-krauss-importierte-armut-prekarisierte-lohnarbeit-und-neue-soziale-verteilungskonflikte.html

Aufgrund des Zerwürfnisses mit der neototalitär formierten AKP-Türkei brach nun aber auch die politisch-ideologische Liebedienerei gegenüber den Deutschtürken zusammen: Deutschtürken sollten weder SPD, CDU noch Grüne wählen, hatte Erdogan (…) gefordert. Diese seien ‚Feinde der Türkei‘. Vor allem die SPD litt unter den Streitigkeiten: Wählten 2013 laut Umfrage noch 62,2 Prozent die SPD, waren es 2017 nur noch 45,3 Prozent. Ein Verlust von 17,2 Prozentpunkte“.

http://www.tagesschau.de/inland/deutschtuerken-101.html

Kurzum: Die SPD hat den Niedergang verdient.