Medienspiegel

Die weibliche Definitionsmacht

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Ein Gastblog von Walter Hollstein

„Seit dem Feminismus in den Siebzigerjahren steht der Mann in der Kritik von Frauen. Dabei werden von Frauen Forderungen an den Mann gestellt, neue Männerbilder entworfen und die Erwartungen der Frauen an den Mann beschrieben. Der Mann selber als soziale Wirklichkeit kommt dabei nicht vor, ebenso wenig wie seine Bedürfnisse und Wünsche.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Vorlesungsreihe «Der Mann», die soeben an der Universität Zürich zu Ende gegangen ist. Ausschliesslich Frauen haben diese Veranstaltungen konzipiert; die meisten Referentinnen waren Frauen; die wegweisende Abschlussdiskussion «Wann ist ein Mann ein Mann» wurde von einer Feministin geleitet. Ganz einfach und bescheiden stellt sich die Frage, wie es wohl aufgenommen worden wäre, wenn eine Gruppe von Männern sich erdreistet hätten, einen vergleichbaren Anlass zu offerieren, bei dem sie sich ausgiebig über Frauen ausgelassen und deren Zukunft definiert hätten. Die Antwort erübrigt sich in diesem Falle.“ – Weiterlesen:

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