Medienspiegel

Die politische Linke und der Feminismus

Interview von Alexander Ulfig mit Günter Buchholz – Auszug:

Alexander Ulfig: Herr Professor Buchholz, Sie verstehen sich selbst als Linken. Was heißt für Sie links?

„In der bürgerlichen Gesellschaft steht politisch links, wer innerhalb der objektiven gesellschaftlichen und ökonomischen Herrschaftsverhältnisse für eine wirtschaftliche, soziale, rechtliche und politische Besserstellung der Beherrschten eintritt und wer diese Praxis mit der Perspektive einer geschichtlichen Emanzipation der Beherrschten verbindet.

In der Begrifflichkeit der Kritik der Politischen Ökonomie bedeutet das, sich innerhalb des die bürgerliche Gesellschaft bestimmenden Kapitalverhältnisses („Kapital & Arbeit“) politisch bewusst auf die beherrschte Seite, die Seite der Lohnarbeit zu schlagen, wenn man nicht sowieso schon dieser objektiv zugehört.

Das schließt ein, historische Errungenschaften, wie z. B. den Verfassungs- und Rechtsstaat, den Sozialstaat, die Menschenrechte und die Demokratie, grundsätzlich zu schätzen, zu bewahren und gegen Angriffe zu verteidigen.

Die Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik gehört in diesen Zusammenhang, denn es geht dabei auch um die Aushöhlung des Grundgesetzes, speziell des Art. 3 und des Art 33, die entgegen einer verbreiteten Meinung emanzipationspolitisch nicht gerechtfertigt werden kann.“ – Weiterlesen:

http://cuncti.net/streitbar/553-die-politische-linke-und-der-feminismus