Medienspiegel

Frauenlobbyismus

Von Dorothea Siems – Auszüge:

„Die Führungsetage in Deutschlands Konzernen wird weiblicher. So hat der Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten der 160 börsennotierten Unternehmen 2013 einen Höchststand erreicht. Wie der „Women-on-Board-Index“ (WoB) zeigt, den der Verein „Frauen in die Aufsichtsräte“ (Fidar) am Freitag in Berlin präsentierte, hat sich die Frauenquote in den Aufsichtsräten binnen drei Jahren von zehn auf 17,4 Prozent erhöht. Der Anteil weiblicher Vorstände verdoppelte sich von drei auf 6,1 Prozent. Insgesamt besetzen die Frauen damit jetzt 11,7 Prozent der Top-Positionen, im Jahr 2010 waren es erst 6,5 Prozent.“

„Fidar-Präsidentin Monika Schulz-Strelow nannte die Drei-Jahres-Bilanz trotz der Zuwächse allerdings ernüchternd. „Wir sind noch weit von einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in den Unternehmen entfernt.“ “

[Kommentar GB:

Schulz-Strelow verwechselt eine gleichberechtigte Teilhabe an wettbewerblichen Karriereprozessen mit einer 50%-Quote im Ergebnis: das ist ihr Denkfehler.

Frauen sind bereits gleichberechtigt. Sie sind, abgesehen vom katholischen Priesteramt, völlig frei darin, alle Karrierewege ihrer Wahl einzuschlagen, und das ist auch gut so. Aber sie müssen sich natürlich mit anderen messen, die dieselbe Freiheit und denselben Wunsch haben. Das heißt, sie müssen sich wie alle anderen auch bewähren und durchsetzen, und zwar mit Qualifikation und Leistung. Eine Garantie auf Erfolg hat niemand. Diese Garantie – nur wegen eines willkürlich, aus bloßem Interesse an Bevorteilung gewählten biologischen Merkmals, des Geschlechts, soll diese Garantie erteilt und durchgesetzt werden.

Schulz-Strelow, die Vorsitzende des Frauenlobbyvereins Fidar verlangt vom Gesetzgeber (unbegründbare) Privilegien für Frauen ihrer sozialen Schicht. Wenn das nicht dreist ist, was ist es dann?

„Der Aufsichtsratsvorsitzende der GfK, Arno Mahlert, betonte, dass er kein Anhänger einer Frauenquote sei. Das Marktforschungsunternehmen habe nie explizit einen hohen Frauenanteil angestrebt. „Uns geht es generell um Vielfältigkeit, denn jedes Team funktioniert besser, wenn es gemischt ist“, sagte Mahlert. In einem Aufsichtsrat sollten am besten sowohl Frauen als auch Menschen mit internationaler Erfahrung und Vertreter unterschiedlicher Altersgruppen vertreten sein. „Frauen um jeden Preis in eine Spitzenposition zu bringen, nur weil dies derzeit der Trend ist, wäre aber falsch. Denn manchmal findet sich in der Tat keine qualifizierte Bewerberin für einen bestimmten Posten“, sagte der Manager. Mitunter werde das Argument mangelnder Qualifikation jedoch von Unternehmen auch nur vorgeschoben.“ (GfK = Gesellschaft für Konsumforschung, GB) – Weiterlesen:

http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article120240093/Frauen-erobern-die-Chefetage.html