Medienspiegel

Eindeutige Männerdiskriminierung: FU-Berlin ein Fall für die Antidiskriminierungsstelle

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Von Michael Klein  –  Auszug:

„Dort geht es offensichtlich nicht nur darum, den Eindruck von den vortragenden weiblichen Bewerber nicht durch dazwischen vortragende männliche Bewerber beflecken zu lassen, es geht auch darum, Männer ganz offen zu diskriminieren. Dazu wollen wir unsere Leser auf die drei Zeilen unter der “Einladung” verweisen. Dort steht bei der Ankündigung der Vorträge der weiblichen Bewerber: “zu den Vorstellungsvorträgen für die Besetzung der W2-Universitätsprofessur für Geschichte der Frühen Neuzeit”, während für männliche Bewerber die identische Professur wie folgt ausgeschrieben ist: “zu den Vorstellungsvorträgen für die Besetzung der W2-Universitätsprofessur auf Zeit für Geschichte der Frühen Neuzeit.

Noch vor 15 oder 20 Jahren hätten wir gedacht, es handelt sich hier um ein Versehen, die Ausschreibung der selben Stelle, einmal als unbefristete Stelle für weibliche Bewerber und einmal als befristete Stelle für männliche Bewerber, sei ein Versehen oder ein Fehler begangen von demjenigen, der die Ankündigungen verfasst hat. Heute sind wir durch das Professorinnenprogramm eines Besseren belehrt worden. Die Diskriminierung von Männern ist Alltag an deutschen Hochschulen, und sie ist gewollt. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich bei dem “auf Zeit” um einen Fehler handelt, sehr gering.

Fu-Vorstellung_Neuzeit_w2Da das Professorinnenprogramm nur weibliche Bewerber und nur unbefristete Stellen fördert , ist es hoch wahrscheinlich, dass die Geschlechtertrennung an der FU-Berlin die Idee eines findigen Verwaltungsbeamten ist, der versucht, sich die Arbeit zu erleichtern und die Bewerber, denen er sowieso in Kürze wird absagen müssen, bereits vorsortiert. Denn: wie sich eine Fakultät entscheiden wird, die die Wahl hat, zwischen einem voll von außen finanzierten weiblichen Bewerber und einem aus dem eigenen Deputat teilfinanzierten männlichen Bewerber ist angesichts der Mittelkürzungen, denen sich immer mehr Hochschulen gegenüber sehen, recht klar.“

Eindeutige Männerdiskriminierung: FU-Berlin ein Fall für die Antidiskriminierungsstelle