Medienspiegel

„Es regiert die Gleichheitsideologie“

Henning Krumrey im Interview mit Thilo Sarrazin

„Thilo Sarrazin kritisiert, dass es in Deutschland zunehmend Denkverbote gäbe. In der Euro-Rettung und in der Genderdebatte müssten auch kritische Stimmen gehört werden.“  –

Ich habe dieses Interview zunächst nicht ohne gewisse Vorbehalte gegen die Person Sarrazins gelesen. Es kommt jedoch nicht darauf an, w e r etwas sagt, sondern w a s jemand sagt, d. h. ob die Aussagen begründet und belegt sind, oder eben nicht.

So konnte ich feststellen, dass aus meiner vorläufigen Sicht gegen Thilo Sarrazins Aussagen in diesem Interview nicht leicht etwas zu sagen ist.  Selbstverständlich sind andere Urteile möglich und zulässig, und sie sollten ggf. geäußert werden.

Aber wer das anders beurteilt, der möge qualifizierte Begründungen oder Fakten vortragen.  Jedenfalls ist keinesfalls irgendein Argument, das Thilo Sarrazin hier vorträgt, deshalb falsch, weil es von Sarrazin vorgetragen worden ist!

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/thilo-sarrazin-es-regiert-die-gleichheitsideologie-seite-all/9527174-all.html

Im Tagesspiegel findet sich von ebenfalls ein Artikel zu Thilo Sarrazin (Auszug):

„Sarrazins Argumentationslinie: „Es haben sich verdeckte Formen der Formierung und Kontrolle von Meinungen herausgebildet. Diese informellen Prozesse sind mit Machtausübung verbunden – mit Medienmacht, mit politischer Macht. Der Mediendienst Integration hält das für aberwitzig. Er hat aus Anlass des neuen Buches den alten Titel „Deutschland schafft sich ab“ einem aktuellen Faktencheck unterzogen. Und schreibt, Sarrazins mit Fakten und Fußnoten untermauerten Thesen im alten Titel – etwa über Muslime in Deutschland – würden nicht dem Sachstand der Wissenschaft entsprechen. Der Buchautor, der sich selbst an den Pranger gestellt sieht, habe sowohl inhaltliche als auch statistische Fehler gemacht.“

Das mag so sein. Fehler, wenn sie nachgewiesen worden sind, sind eben Fehler und zu korrigieren. Selbstverständlich ist das so, aber dennoch können andere Aussagen wiederum zutreffen. Deshalb ist hierbei nüchterne und konkrete und nachvollziehbare Kritik gefragt und nicht der Übergang zur Diffamierung oder der generellen Abwertung einer Person.  Man stelle sich nur vor, dieses Verfahren würde gegen die Journalisten angewendet, die es hier und anderswo einsetzen. Deren Karrieren wären, wenn nach diesem Kriterium entschieden würde,  vermutlich größtenteils bald beendet. Ich habe übrigens eigene Erfahrungen sammeln können. Sie stehen nicht im Widerspruch zu dem, was Herr Meisner oben über Sarrazin schreibt:

http://cuncti.net/streitbar/396-ueber-feministische-desinformation-und-propaganda

Und hier ein bissiger Kommentar von Bettina Röhl zum Thema Mainstream Medien:

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-sarrazin-und-die-propagandisten-des-politisch-korrekten-mainstream-seite-all/9531300-all.html