Medienspiegel

Die Macht der Meinungsverbote

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„Mozilla-Chef Brendan Eich hat gekündigt, weil er ein Gesetz gegen die Homoehe unterstützte. Doch sein Rücktritt ist kein Triumph, sondern eine Kapitulation vor den öffentlichen Sprachverwaltern“

„In der vergangenen Woche hat ein Gedankenverbrecher im Orwell’schen Sinne die Konsequenzen gezogen. Er hat seine Tat eingestanden, seinen Posten geräumt und will künftig ein besserer Mensch sein. Dass die Säuberungsaktion, wie seine Firma nicht müde wird zu behaupten, allein der Einsicht des Delinquenten geschuldet ist, es keinen Druck gegeben habe, bestätigt die Funktionstüchtigkeit des Systems. Der Angeklagte spricht sich selbst das Urteil und vollzieht die Strafe sofort. Die Welt wird schöner mit jedem Tag.

Brendan Eich also ist nicht mehr CEO, Vorstandschef der Mozilla Corporation. Er war es eine gute Woche lang. Mozilla hat der Welt einen Browser für das Internet namens Firefox beschert. Experten loben ihn. Brendan Eich ist gelernter Programmierer. Seine Welt besteht aus Software, Datenströmen, Prozessoren. Er ist kein Politiker, er rief weder zu einer Straftat noch zu einem Umsturz auf, und Mozilla stellt keine Weltanschauungen her.

Dennoch trat er zurück, um Schaden von seiner Firma abzuwenden. Beträchtlicher Schaden war schon entstanden: Brendan Eich hatte den Ruf von Mozilla in den Kreisen der LGBT-Aktivisten, der Lesben-Schwulen-Bisexuellen-Transsexuellen-Lobby, gemindert. Denn Brendan Eich hatte vor sechs Jahren 1000 Dollar für den gesetzgeberischen Einsatz wider die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe in Kalifornien gespendet.“  –  Weiterlesen:

http://www.cicero.de/salon/mozilla-cehf-die-ausgehoehlte-demokratie/57366

Und hier weitere Quellen zum Thema:

https://frankfurter-erklaerung.de/wp-admin/post.php?post=2905&action=edit