Medienspiegel

Feminismus: Bangen um das Binnen-I

Veröffentlicht

von Eckhard Kuhla

„Angsthasen und Angsthäsinnen?

Liebe Leser,

vermissen Sie, verehrte Leserin,  in obiger Anrede Ihre persönliche Anrede als Frau? Wenn nicht, dann gehören Sie zu den Millionen von Frauen, die damit kein Problem haben.  Und das, obwohl die Doppelnennung mit „Leserinnen“  zum politisch korrekten Sprachgebrauch gehört. Man schreibt und redet „geschlechter-gerecht“, und das nur, weil eine feministisch geprägte Minderheit das so will, eine agitatorische Meisterleistung. Tröstlich: Bei vielen Politikern tritt, anlässlich ihrer vielen täglichen Begrüßungen, ein genuschelter  „‑innen“- Schwund ein. Dabei  bleibt  ungewollt eine doppelte „Bürger“-Anrede übrig…

Im Schriftdeutsch erweist sich die Doppelnennung als sehr lästig und textverlängernd.  Das war die Geburtsstunde des  „Binnen-I“.  Dieses Konstrukt verbindet Leser und Leserin zu „LeserInnen“, das  i-Tüpfelchen ideologisch geprägter Sprachpflege. Es  hat zudem noch einen (gewollten?) Nebeneffekt: Beim normalen  (Vor-) Lesen verschmilzt das „LeserIn“ zur  „Leserin“.  Fürwahr eine ganz kommode Weise, dem feministischen Wunsch nach einem weiblichen Sprachstandard immer näher zu kommen. Mittlerweile findet das „Binnen-I“  immer mehr  Anwendung im Verwaltungsdeutsch – und das ohne großen Widerstand in den Amtsstuben.“   –   Weiterlesen:

http://ef-magazin.de/2014/04/17/5221-feminismus-bangen-um-das-binnen-i