Medienspiegel

Offener Brief an den Ratsvorsitzenden evangelische Kirche Deutschland, Nikolaus Schneider

Von Kai Vogelpohl

„Betreff: Wenn sich Deine Kirche zu Deinem Feind entwickelt

Sehr geehrte Herr Schneider,
ich sehe mit Bestürzung den Weg, den die EKD in den letzten Jahren eingeschlagen hat. Viele Veränderungen der letzten Jahre, wie z. B. die Öffnung hin zu homosexuellen Lebensgemeinschaften, habe ich ausdrücklich begrüßt. Und ich empfinde es als erschreckend dieses in meinem Brief vorweg zu schicken, um nicht von meiner Kirche in eine konservativ homophobe Ecke gesteckt werden zu können.
Ich habe während des Golfkrieges neben den Pastorinnen und Pastoren meiner Heimatgemeinde gestanden, als wir für Frieden und gegen diesen Krieg protestiert haben, und ich habe mich geborgen gefühlt in meiner Kirche, übrigens das letzte mal. Das ist nun 25 Jahre her!
Kirche muss offen sein für Veränderungen, Kirche muss vor allen Dingen offen sein für Menschen. Doch einhergehend mit dieser Öffnung zu Menschen hat die EKD begonnen andere Menschen auszugrenzen. Ich habe viele Hochs und Tiefs mit meiner Kirche durchgemacht, ich habe immer zu meiner Kirche gestanden und die Kirche verteidigt. Doch nun kann und will ich nicht mehr stillhalten!
Als geschiedener Vater bin ich in der Helferarbeit für einen französischen Elternverein tätig, wo ich heute auch meinen Lebensmittelpunkt habe. Hierdurch komme ich auch in Kontakt zu Väter aus anderen Ländern. Immer wieder berichteten mir Väter aus Deutschland, die mit Einrichtungen der evang. Kirche in Kontakt kamen, dass sie als Vater keine oder kaum Unterstützung erhielten. Bei Trennungsberatungen berichteten sie oftmals von einer parteiischen Beratung zugunsten der Exfrau. Väter werden in Trennungsberatungen sogar offen gebeten sich eine andere Familie zu suchen, da die Mutter den Kontakt des Vaters zu den gemeinsamen Kindern nicht mehr möchte. Ja, sie haben richtig gelesen, Vätern wird von meiner Kirche geraten sich doch einfach „andere“ Kinder zu suchen. Allein die Vorstellung empfinde ich als absurd.“
Weiterlesen:
http://frontberichterstatter.blogspot.de/2014/04/offener-brief-den-ratsvorsitzenden.html
und ein Kommentar von Klaus Kelle: „Warum diesen Kokolores der Evangelischen Kirche kein Gläubiger braucht“:
http://www.focus.de/politik/experten/kelle/verstoerendes-von-der-ekd-zu-ostern-vom-guten-geist-verlassen_id_3761461.html