Medienspiegel

Warum man mit vielen Deutschen alles machen kann

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Von Michael Klein  –  Auszüge

„Gestern haben wir nach dem Punkt gefragt, ab dem sich bei manchen Deutschen oder den meisten Deutschen Leidensfähigkeit in Handlung übersetzt, d.h. ab wann sie denken, sie müssten etwas an einem Missstand ändern. Einige Reaktionen auf dieses Post haben einmal mehr gezeigt, warum man mit manchen Deutschen so ziemlich alles machen kann. Doch der Reihe nach.“

„Der Grundkonsens unter vielen Deutschen scheint darin zu bestehen, dass man die Welt in absolut gut und absolut böse einteilen müsse. Die entsprechende Einteilung ist von der jeweiligen Gesinnung abhängig und wird im Verlaufe der Sozialsation operand konditioniert, d.h. innerhalb seiner Bezugsgruppe lernt ein Deutscher, was er von bestimmten Begriffen zu halten hat, er lernt den richtigen emotionalen Reflex entsprechend seiner Gesinnung, was er nicht lernt, sind Bedeutung und Tatsachengehalt der Begriffe:

Homosexualität ist gut für Linke, böse für Rechte, Migranten sind gut für Linke, böse für Rechte. Feminismus ist gut und links, wer gegen Feminismus ist, muss entsprechend böse und rechts sein – oder umgekehrt. Europa ist gut und links, Europakritik böse und rechts – oder umgekehrt. Öffentliche Diskussionen sind Diskussionen über die richtige Gesinnung, und sie sind eines nicht: Diskussionen über Fakten. Fakten treten sofort in den Hintergrund, sofern sie überhaupt eine Rolle spielen. An ihre Stelle tritt die Zuordnung der eigenen Person zur richtigen Seite, denn diese Zuordnung ist es, die den Sinn im Leben ausmacht.“  –

Kommentar GB: Was unser öffentliches Bewußtsein angeht halte ich es für zutreffend, von einer vorherrschenden  irrationalen politischen Gesinnungskultur zu sprechen, und zwar  weitestgehend auch in den Medien. Die Journalisten scheinen das mehrheitlich gar nicht zu bemerken.  Am Beispiel der Gleichstellungspolitik sieht man, das die verwendeten Begriffe gar nicht verstanden werden, sondern dass mit ihnen gespielt und beliebig umgegangen wird, und zwar je nach Interessenlage und Gesinnung. Es handelt sich um Gesinnungsgeschwafel, das allerdings keiner kritisch-rationalen und keiner kritisch-empirischen Überprüfung standhält, sondern sich als der Unsinn entpuppt, um den es sich tatsächlich handelt. Und weil das gespürt wird, müssen alle Überprüfungen und Bewertungen von Anfang an verhindert werden, und zwar durch die Kombination von Irrationalität und Macht.  –  Zum Artikel:

http://sciencefiles.org/2014/05/21/warum-man-mit-vielen-deutschen-alles-machen-kann/