Medienspiegel

Der Quotendruck steigt

Von Tina Groll  –  Auszug:

„Der Gesetzesentwurf zur Frauenquote in der Wirtschaft ist weitreichend. Er dürfte vor allem ein Druckmittel sein, die Unternehmen zum Handeln zu zwingen.“

„Die Wirtschaft sieht in einer einheitlichen Quote vor allem ein Risiko. Ihr Argument: Es mangelt an geeigneten Frauen für gehobene  Führungsaufgaben. Es gibt zu wenige weibliche Führungskräfte, die Erfahrungen mit der Leitung oder Aufsicht eines Unternehmens gesammelt haben. Auf Spitzenmanager spezialisierte Headhunter passen die Position oft den Kandidaten an, um den Job mit einer Frau besetzen zu können. Das frustriert alle: Die Frauen, denen vorgeworfen wird, mithilfe der Quote Karriere zu machen, die vermeintlich besser geeigneten Männer, die nicht befördert werden, und die Konzerne, weil sie die Quotenfrauen auf Dauer nicht halten können.

Beispiele dafür gibt es genug: So mussten in jüngster Zeit mehrere Frauen ihren Vorstandsposten nach kurzer Zeit wieder aufgeben oder sie haben ihn freiwillig geräumt. Im Zuge der öffentlichen Debatte waren sie – vorbei am mittleren Management – befördert worden. Die Unternehmen wollten sich angesichts der öffentlichen Debatte mit einer Frau im Vorstand schmücken.

(…)

Nur hat es in vielen Fällen nicht funktioniert: Es fehlte vor allem an Akzeptanz derjenigen, die sie führen sollten. Ihr Scheitern war damit absehbar. Eine Quote, die über alle Branchen gleichermaßen gilt, könnte diesen Effekt verstärken. Die Folge wäre ein Geschlechterkrieg in den Führungsetagen deutscher Unternehmen.

Gerade in technischen Branchen wie beispielsweise am Bau und in der Chemie fehlt es auf allen Ebenen an Frauen. Der Anteil der Uni-Absolventen liegt bei etwa 20 Prozent. Wie soll da eine Führungsquote von 30 Prozent erreicht werden?

Die Wirtschaft hat recht, wenn sie das beklagt. Der Schluss kann aber nicht sein, auf die Quote zu verzichten. Es muss einfach nur mehr getan werden: Die deutschen Unternehmen brauchen ein umfassendes Diversity-Management. Eine Quote ist dabei nur ein flankierendes Instrument.

(W i e  b i t t e, Frau Groll ?? => S. u.: Kommentar; Hervorhebungen oben: GB)

http://www.zeit.de/karriere/2014-06/kommentar-frauenquote-gesetzesentwurf-spd

http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article129403800/Dax-Konzerne-suchen-fieberhaft-nach-Frauen.html

Kommentar GB:

Da steht Tina Groll nun angesichts der Erfahrungen am Rande einer Einsicht in die Realität. Man möchte ihr zurufen: Nun, ziehe die Schlüsse! Ziehe sie jetzt! Erkenne!

Aber sie nutzt sie wieder n i c h t für eine E r k e n n t n i s, sondern sie fällt wieder in ihre ideologische Verblendung zurück: Feministischer Fanatismus.

„Dass [real] nicht sein kann was [feministisch-ideologisch] nicht sein darf“ –

genau dies ist die absurde Maxime, die sämtlichen feministischen Äußerungen zugrunde liegt.

Und diese Maxime ist das Resultat einer Verleugnung der Realität.

Es handelt sich um einen die feministische Szene insgesamt bestimmenden psychoanalytischen Abwehrmechanismus; vgl. hierzu (Hervorhebungen GB):

„Als Verleugnung wird in der Psychoanalyse ein Abwehrmechanismus bezeichnet, der die Spaltung oder auch Spaltungsabwehr, also die Reaktivierung eines frühkindlichen psychischen Zustands, unterstützt. Das Zusammenspiel dieser beiden primitiven Abwehrmechanismen bewirkt, dass negative Aspekte des Selbst oder der Umwelt nicht mit den entsprechenden positiven Aspekten integriert werden. Neben der Verleugnung zählen zu dieser Gruppe von zumeist unbewusst wirkenden Bewältigungs- und Kompensationsmechanismen auch die Entwertung und die Idealisierung, die projektive Identifikation, die Introjektion und die unreife Projektion.

Mittels Verleugnung lässt sich die Wahrnehmung realer Sinneseindrücke und deren Bedeutung für das Individuum ignorieren. Bedrohliche Stücke äußerer Wirklichkeit können auf diese Weise als nicht existent anerkannt (oder durch wunscherfüllende Phantasien ersetzt) werden. Bei der Verleugnung handelt sich also um das innerpsychische Pendant zum Abwenden des Blickes von einer Gefahrenquelle. Dieser Mechanismus ermöglicht es dem Individuum, bewusste oder vorbewusste bedrohliche Inhalte notfallmäßig dem Bewusstsein zu entziehen. Die Abwehr der Verleugnung ist also eine spontan einsetzbare Schutzreaktion, mit der die Person einer unangenehmen Wahrheit die Aufmerksamkeit, ja sogar den Realitätsstatus, entziehen kann. Den Prozess einer dauerhaften Verbringung aversiver psychischer Inhalte ins Unbewusste kann die Verleugnung jedoch nicht leisten. Hierzu steht dem Ich der Abwehrmechanismus der Verdrängung zur Verfügung, der unlustbesetzte Vorstellungen nachhaltig ins Unbewusste verlagern kann.

Ein weiterer Unterschied zwischen diesen beiden Abwehrmechanismen besteht darin, dass sich die Verdrängung als ein Bewältigungsprozess gegen spezifische Inhalte richtet (zum Beispiel nicht zulässige aggressive oder libidinöse Triebregungen), während die Verleugnung als eine spontane Schutzreaktion breitere Realitätsausschnitte ausblendet. Dadurch stört die Verleugnung mehr als die Verdrängung logische Denkprozesse, emotionales Empfinden, Empathie und die Realitätsprüfung. Infolgedessen kann zudem die Lernfähigkeit eines Individuums in Bereichen eingeschränkt sein, die immer wieder der Verleugnung unterliegen, weil an diese ausgeblendeten Inhalte keine Erinnerungen aufgebaut werden können.

Noch hermetischer als durch Verleugnung und Verdrängung lassen sich unlustbesetzte Anforderungen durch Vermeidung vom Bewusstsein fernhalten. Diese drei Abwehrmechanismen bilden also ein Kontinuum in Bezug auf ihre Effektivität, wobei die Verleugnung als die instabilste und am wenigsten spezifische Form der Unbewussthaltung aversiver Inhalte gewertet werden kann.“  –  Zum Artikel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Verleugnung_%28Psychoanalyse%29