Medienspiegel

AfD: Umgruppierungen im rechten Spektrum

Von Sebastian Friedrich

„Am 31. August zog die Alternative für Deutschland (AfD) erstmals in ein Landesparlament ein, in Sachsen. Am 14. September folgten Brandenburg und Thüringen. Das Parteienspektrum in Deutschland wird durcheinandergewirbelt. Dass die AfD bald Teil des Establishments ist, scheint nur noch eine Frage der Zeit.“  –  Zum Artikel:

http://www.annotazioni.de/post/1425

Kommentar GB:

Eine bemerkenswert ausführliche und differenzierte Analyse, die sehr lesenswert und informativ ist, auch wenn ich bezüglich der Einschätzungen manches nicht teile.

Zum Beispiel ist nicht nachvollziehbar, wieso ausgerechnet die personifizierten Illiberalen, also die Grünen, nun die Erben der FDP werden könnten oder sollten. Fraglich ist auch die Wahrnehmung von heutigen Grünen und heutiger SPD als vermeintlich linken Parteien. Das ist nach der Agenda 2010 – Politik und der Außenpolitik der Regierungen Schröder schlicht unverständlich – oder es handelt sich um eine Art optischer politischer Täuschung. Wenn SPD und Grüne nur noch aus Gewohnheit, nicht aber aus objektiven inhaltlichen Gründen seither nicht mehr als „linke“ Parteien gekennzeichnet  werden können, dann ist natürlich auch eine Koalition der SPD mit den Grünen und der LINKEN eine politisch substanzlose, im Grunde bloß irreführende Vorstellung, gerade auch bei der LINKEN. Im übrigen ist sehr zweifelhaft, ob die zu ihrem Schaden stark geschrumpfte und weitgehend ausgezehrte und überdies feminisierte  SPD personell und intellektuell und politisch-konzeptionell überhaupt noch in der Lage wäre, eine solche Koalition einzugehen und zu führen. Man braucht sich ja bloß die aktuellen Fernsehauftritte anzusehen, um zu erkennen, dass Ihnen so etwas im Ernst nicht mehr zuzutrauen ist.

Nicht nur die FDP bewegt sich abwärts – diese im freien Fall – sondern auch Grüne und SPD auf ihren schiefen Ebenen. Sie werden sich das wohl trotzdem schönreden solange es denn geht, und bis es eben, wie jetzt in Thüringen, nicht mehr geht.

Und hier mit Blick auf die CDU eine lesenswerte Kommentierung von Bettina Röhl:

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-die-afd-ist-eine-herausforderung-fuer-angela-merkel-seite-all/10705768-all.html