Medienspiegel

(Anti-)Genderismus bald im Duden?

Von Michael Klein

Ein ScienceFiles-Begriff setzt sich durch

„Knapp ein Jahr ist es her, dass Dr. habil. Heike Diefenbach den Begriff des Genderismus auf ScienceFiles definiert hat, und zwar wie folgt:

Petitionslogo“Genderist” soll dementsprechend einfach eine Bezeichnung für Personen sein, für die gilt, dass sie (1) die soziale Konstruktion von Geschlecht bzw. Geschlechtszugehörigkeit zum Ausgangspunkt aller sozialwissenschaftlich oder gesellschaftlich relevanten Beschreibungen und Erklärungen machen wollen und die Arbeit von Personen, die dies nicht tun wollen und andere Eigenschaften von Menschen (seien sie als sozial konstruiert aufgefasst oder nicht) als ebenso wichtig oder wichtiger für die Erklärung und das Verständnis sozialer Realität einschätzen, von vornherein als defizitär beurteilen, oder die (2) Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit in eine Hierarchie bringen, wobei alles, was weiblich konnotiert ist, präferiert wird, und darüber hinaus bestimmte Konstruktionen von Weiblichkeit (z.B. Hausfrau, “Karriere”frau ohne Kinder) und Männlichkeit (z.B. “Macho”-Mann) sowie bestimmte Lebensentwürfe (z.B. “Doppelverdiener”) weniger akzeptabel gefunden werden als die so genannte “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit” (oder gar nicht akzeptabel).

Genderisten sind demnach mono-orientierte oder auch fixierte Personen, die die Welt nur als Bühne der Geschlechtlichkeit betrachten können. Ob sie dies tun, weil sie sich davon einen finanziellen Nutzen versprechen oder ob sie das tun, weil sie eine gewisse Gender-Noia haben, sei einmal dahingestellt.“   –   Zum Artikel:

http://sciencefiles.org/2014/09/21/anti-genderismus-bald-im-duden/