Medienspiegel

Hochglanz-Unsinn: Credit Suisse versucht sich in Research

Von Michael Klein

„Ein Leser aus Basel, bei dem wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken, hat uns auf einen Bericht in der Schweizer Tageswoche aufmerksam gemacht, der wiederum eine Studie von Credit Suisse Research zum Gegenstand hat – eine Hochglanzstudie mit viel Bild und wenig Text.

Credit suisseTitel der Studie: The CS Gender 3000: Women in Senior Management. Titel des Beitrags in der Tageswoche: “Nur 1,7 Prozent: Frauen sind rar in Schweizer Chefetagen”.“  –  Zum Artikel:

http://sciencefiles.org/2014/09/26/hochglanz-unsinn-credit-suisse-versucht-sich-in-research/

Kommentar GB:

Am gesundesten ist es wahrscheinlich, wenn man über derlei – übrigens sehr häufigen – propagandistischen Unsinn  l a c h e n  kann. –

Dieser Unsinn hat einerseits etwas mit Dummheit zu tun, sonst würde wenigstens der Versuch gemacht, vernünftige und tragfähige Argumente vorzubringen, und er hat

etwas mit nacktem I n t e r e s s e zu tun: man w i l l etwas, und dies vor und außerhalb und jenseits  irgendwelcher Begründungen, die, wenn sie angeführt werden, nicht

w a h r, sondern n ü t z l i c h  für den Willen,  für das verfolgte I n t e r e s s e,  sein müssen. Und das tun sie eben auch dann, wenn sie unsinnig, falsch oder dämlich, oder,

auch das ist ein beliebtes, gern genutztes Mittel, wenn sie bewusste L ü g e n  sind. Egal! Hauptsache, es gelingt mittels irgendwelcher Behauptungen, den Lesern der Botschaft

zu suggerieren, das den Interessen, dem durchzusetzenden Willen dient. Nur darum geht es:  cui bono? Wem nützt das? Das ist die alles entscheidende Frage!