Medienspiegel

Populismus: Die Irrtümer der Linken

Dr. Ernst Hillebrand

„Um einen politischen Gegner erfolgreich zu bekämpfen, muss man ihn richtig verstehen.

Dabei müssen auch liebgewordene Feindbider aktualisiert werden.“  –  Auszug:

„Der größte Irrtum der Linken war es lange Zeit, das Wachstum populistischer Parteien einfach im Sinne eines gesellschaftlichen „Rechtsrucks“ zu interpretieren. In Wahrheit findet die Expansion rechtspopulistischer Parteien in Europa in einem Umfeld statt, dass von einem weltweit einzigartig liberalen gesellschaftlichen Klima geprägt ist. Die Alltagskultur der säkularisierten Gesellschaften Europas ist tiefenliberalisiert, hedonistisch und antiautoritär.“

–  Zum Artikel:

http://www.ipg-journal.de/schwerpunkt-des-monats/populismus-in-europa/artikel/detail/populismus-die-irrtuemer-der-linken-363/

Kommentar GB:

Der Artikel von Dr. Hillebrand ist m. E. sehr lesenswert!

Ich traue dem Autor zu, das ihm bewusst ist, dass der gerade auch von der Friedrich-Ebert-Stiftung, aber auch von der grünen Böll-Stiftung (mit dem Gunda-Werner-Institut) verfochtene Feminismus ein zentraler Irrtum der Linken (im weiten Sinne) ist. Es war von Anfang an ein fundamentaler Fehler, unkritisch jeder nur möglichen „Neuen Sozialen Bewegung“ hinterher zu laufen.

Aber als Mitarbeiter der FES kann er das natürlich nicht schreiben.  Man versteht das.

Die Argumente der Kritiker am Feminismus sind alle publiziert. Sie liegen auf dem Tisch. Jeder interessierte Mensch kann und sollte das nachlesen und kritisieren, wenn es denn Gründe dafür gibt. Aber das passiert nicht. Statt dessen werden die Kritiker von ein paar bezahlten Hanseln persönlich diffamiert. Meist mit dem dümmlichsten aller Manöver, nämlich alles das, was ihnen nicht paßt, in die gesellschaftlich tabuisierte rechte Ecke zu stellen. 

Und es wird peinlich genau darauf geachtet, dass immer nur ü b e r die Sache, aber nie v o n der Sache, um die es eigentlich geht, gesprochen wird, damit ein D i a l o g auf dieser sachlicher Ebene strikt vermieden werden kann. Ein kritischer Dialog – nach Habermas idealerweise ein herrschaftsfreier – wäre zwar wünschenswert, aber gerade der wird buchstäblich überall aufwändig und mit allen Mitteln verhindert.

Dass diese Leute kein rationales Verhältnis zu einer rationalen Kritik haben und statt dessen ihre Kritiker als Personen angreifen und diffamieren, das sagt eigentlich schon alles über sie. Und es sagt alles über den Feminismus als einer Sekte mit einem doppelten handfesten Interessenskern, nämlich ´rent – seeking´ und ´Gender-Ideologie´, beides jenseits irgendeiner Wissenschaft. Oder kurz: es geht um Vorteilsnahme zu Lasten Dritter. Das ist in keinem Sinne eine Politik, die sich jenseits ideologischen Unsinns (Patriarchat usw.)  als eine linke und das heißt emanzipatorische Politik begründen und rechtfertigen ließe. Der Feminismus ist ein dringend zu korrigierender schwerwiegender Irrtum der Linken.