Medienspiegel

Apple-Chef Tim Cook: „Ich bin stolz darauf, schwul zu sein“

„Apple-Chef Tim Cook hat seine Homosexualität öffentlich gemacht.“  –

Kommentar GB:

Na und? Und was soll das? Sollen jetzt aus Gründen der Parität alle Heterosexuellen erklären, sie seien stolz darauf, heterosexuell zu sein und eigene Kinder zu haben? Oder gibt es demnächst Pressekonferenzen darüber, dass sich jemand als Marzipanliebhaber outet? Oder als Weinkenner? Oder als Schnapstrinker? Verschiedene Menschen haben eben verschiedene Präferenzen und leben danach. Kein Problem. Jeder solle auf seine Weise selig werden, meinte dazu mal trocken der seinerzeitige, recht bekannte preußische Monarch. Leben Sie Ihr Privatleben,  ich lebe das meine. Und das geht niemanden etwas an. Und noch etwas: ich möchte mit Ihren privaten Angelegenheiten bitte nicht belästigt werden! Könnten Sie die zukünftig bittte für sich behalten? Hierzu auch:

http://www.welt.de/kultur/article133863660/Ist-Homosexualitaet-tatsaechlich-ein-Geschenk.html

Kritik an meiner Stellungnahme findet sich hier:

http://allesevolution.wordpress.com/2014/11/05/schwules-coming-out/

Ich frage mich, warum das überhaupt zu einem Thema gemacht wird, und an wen ist die Bekundung gerichtet? Mit welchem Ziel?

Die Formulierung, Homosexualität sei ein Geschenk Gottes, mutet doch, Gott hin oder her, gelinde gesagt, mehr als seltsam an, eher wie eine Art von Überkompensation denn als realistische Einschätzung. Aber gut, wir haben Meinungsfreiheit, was hoffentlich so bleibt.  –  Prof. G. Amendt schreibt dazu:

„Alle Sexualpraktiken mit einem „Gleichwertigkeitszertifikat“ zu versehen, entspringt einer anderen Motivation. Heterosexuelle kennen diesen Wunsch nach öffentlicher Anerkennung ihrer Sexualpraktiken nicht. Sie tun, was ihnen gefällt und unterlassen, was ihnen missfällt. Auch leiten sie ihre Identität nicht daraus ab, denn die gründet auf mehr als der Art des Sexualverkehrs. Gleichwertigkeit sich zertifizieren zu lassen, deutet wohl auf mangelnde  Selbstgewissheit von sexuellen Subkulturen hin. Die Mehrheit soll ihnen bestätigen, was jedoch nur durch persönliche Gewissheit hergestellt werden kann. Deshalb wollen sie jenseits von Toleranz und Anti-Diskriminierungsgesetz die Wertschätzung der anderen. In Demokratien kann Diskriminierungsfreiheit erwartet werten. Wertschätzung hingegen nicht, denn die gehört der privaten Sphäre jedes Einzelnen an. Das Recht, nach eigener Art sexuell glücklich zu werden, begründet keinen Anspruch auf Wertschätzungen durch die Mehrheit.“  Zitat aus:

http://cuncti.net/streitbar/827-ein-geschlechtergerechter-puff-fuer-unsere-kleinen

Und aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 4.11.2014:

„Viele wissen nicht von ihrer HIV-Infektion

Berlin. In Deutschland haben nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) Ende 2013 etwa 14 000 Menschen mit einer HIV-Infektion gelebt, ohne es zu wissen. Das waren etwa 1000 mehr als im Jahr zuvor, wie aus dem Epidemiologischen Bulletin des RKI vom Montag hervorgeht. (…) Nach der aktuellen Modellrechnung des RKI haben sich in Deutschland im vergangenen Jahr rund  3200 Menschen neu mit HIV infiziert – davon etwas 2700 Männer. Die Zahl der Neuinfektionen pro Jahr sei, abgesehen von kleinen Schwankungen, seit 2006 konstant. Schätzungsweise rund 80 000 Menschen lebten Ende 2013 mit HIV oder Aids. Die Zahl der Todesfälle bei HIV-Infizierten lag bei schätzungsweise 550. (…) Aufklärung, Prävention und der Gebrauch von Kondomen seien weiterhin notwendig.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Ga%C3%ABtan_Dugas

http://de.wikipedia.org/wiki/AIDS#Einstufung_der_HIV-Infektion_und_AIDS-Definition