Medienspiegel

Gleichstellung ist männerfeindlich

Von Alexander Kissler

„Die Männer sind in Gefahr. Auf dem Weg von Gleichberechtigung zu Gleichstellung geht die Vernunft verloren. Wird es bald „Männerbeauftragte“ geben, die Männern als „Gleichstellungsopfern“ beistehen?“  

„Gleichberechtigung ist ein Menschenrecht, und wem sie aufgrund des Geschlechts verweigert wird, der wird diskriminiert. Gegen solche Diskriminierung aufzustehen ist wiederum geschlechtsunabhängig Pflicht aller.

Das Bemühen um Gleichberechtigung sollte Frauen und Männer einen, beide profitieren davon.

Gleichstellung hingegen spaltet, ist ein urfeministisches Anliegen und männerfeindlich.“

http://www.cicero.de/salon/gender-gap-gleichstellung-ist-maennerfeindlich/58429

Kommentar GB:

Gleichstellung als Gleichberechtigung auszugeben, obwohl es sich hierbei um Gegensätze handelt, das ist ein sprachpolitischer Trick mit größter Reichweite, wirklich genial in seiner ganzen Bösartigkeit. Denn er wird auch bei der Falschauslegung des Art. 3 (2) Satz 2 angewendet. Dort steht für jeden der deutsch und nicht feministisch spricht: Gleichberechtigung, und zwar in Übereinstimmung mit Art. 3 (1), aber gelesen wird das von fast allen wundersamerweise als „Gleichstellung“.

Und auf Grundlage dieses sprachpolitischen Hütchentricks, dieses Schwindels, sind dann, als Einfache Gesetze, alle mögliche Gleichstellungs-  und Hochschulgesetze erlassen worden. 

Aber: Gleichstellung steht im Widerspruch zu Art. 3 GG, und zwar nicht nur teilweise oder beschränkt oder bedingt, sondern im Prinzip.

Wo es Gleichberechtigung gibt, das gibt es keine Gleichstellung.

Wo es Gleichstellung gibt, da gibt es keine Gleichberechtigung.

Ein klares Entweder – Oder.  So ist das, nicht anders.

Wer noch alle Tassen im Schrank hat, der kann sich bei alldem nur noch an den Kopf fassen und ratlos in Richtung auf Herrn Maas schauen.

Aber der scheint nichts zu merken. Kann es sein, dass die SPD Personalprobleme hat?