Medienspiegel

»Ich wollte nie Vorbild sein«

Lara Fritzsche im Interview mit Kristina Schröder

„Kristina Schröder gab ihr Ministeramt auf, um mehr Zeit für ihre Tochter zu haben. Nun hat sie ihr zweites Kind bekommen – sitzt aber schon wieder im Bundestag. Ein Gespräch mit einer Frau, die viel Widerspruch aushalten muss.“   –  Zum – wirklich sehr lesenswerten – Interview: 

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/42345/Ich-wollte-nie-Vorbild-sein

http://de.wikipedia.org/wiki/Lara_Fritzsche

Kommentar GB.

Lara Fritzsche hat im Gegensatz zu Kristina Schröder anscheinend noch nicht begriffen, dass niemand alles haben kann, obwohl das doch logisch evident ist, wenn sie fragt:

„Man ist immer so frei, eins von beiden aufzugeben: Kinder oder Karriere. Aber das ist doch keine Wahlfreiheit. Was ist, wenn man beides will?“

Antwort K.S.: „Man kann beides miteinander verbinden, aber man kann nie in beiden Bereichen hundert Prozent geben. Keine Betreuungseinrichtung der Welt kann etwas daran ändern, dass ich eine Stunde, die ich am Schreibtisch sitze, nicht mit meinem Kind auf dem Spielplatz sein kann. Ein Job frisst Zeit, und die Zeit fehlt Ihnen mit Ihrem Kind – das gilt übrigens für Frauen und Männer gleichermaßen. An dem Dilemma kommt man nicht vorbei, deshalb muss jeder Mensch seine eigenen Prioritäten im Leben setzen. Der Staat kann hier nur die Rahmenbedingungen verbessern.“  –  So ist es!

Die Realität dieser Welt ist wie sie ist, und sie richtet sich nicht nach den subjektiven Wünschen von Frauen, die sich aber oft einbilden, dass das so nicht sein dürfe. Dieses völlig unreflektierte, subjektivistische Wunschdenken scheint bei Frauen weitest verbreitet zu sein. Wie in dem Märchen: „Der Fischer und seine Frau“.

Überhaupt fällt bei Kristina Schröder ein angenehmer, nüchterner Realismus auf, und auch eine liberale Grundhaltung, die den Eltern ihr Leben selbst zu gestalten überlassen will, ebenso wie ein gewisse Entspanntheit, die sehr im Gegensatz steht zum mehr oder weniger fanatischen Eiferertum von Gleichheitsfeministinnen. Natürlich war und ist Kristina Schröder in einer höchst komfortablen finanziellen Lage. Anders als sicherlich die allermeisten anderen Frauen mit vergleichbaren Entscheidungsproblemen.

Und sie ist in dieser Lage, weil sie als Frau ungewöhnlich stark begünstigt worden ist.

Man lese ergänzend:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/umstrittene-manager-aussage-koennen-kinder-ein-hobby-sein-a-1000407.html