Medienspiegel

Junkie-CDU: Süchtig nach Angela Meth

Von Christoph Seils

Auszüge:

„Angela Merkel steht im Zenit ihrer Macht, sie regiert unangefochten, die CDU ist von ihr abhängiger denn je.

Doch hinter der Kanzlerin tut sich ein christdemokratischer Abgrund auf.“

„Seit neun Jahren ist Merkel mittlerweile Kanzlerin. Der Markenkern der CDU hat sich in dieser Zeit weitgehend aufgelöst. Die CDU ist irgendwie modern, sie marschiert irgendwie an der Spitze des gesellschaftlichen Fortschritts und ist ansonsten die Merkel-Partei.“

„Doch über die strategischen Herausforderungen der CDU wollte man auf dem Parteitag in Köln nicht sprechen. Niemand traut sich, in den christdemokratischen Abgrund zu blicken. Dabei wäre dies dringend nötig.

Schließlich bedeutet im Zenit der Macht zu stehen auch, dass es von nun an bergab geht.

Natürlich weiß niemand in der CDU, wie schnell es bergab geht. Aber viele ahnen: Irgendwann wird es steil werden.“

Strategielos gegen die AfD, personalschwach in der zweiten Reihe

Spätestens dann, wenn Merkel eines Tages abtritt, wird offenbar werden: sowohl personell als auch programmatisch und machtstrategisch ist die CDU denkbar schlecht aufgestellt.“   –   Zum Artikel:

http://www.cicero.de/berliner-republik/cdu-angela-meth/58611

Kommentar GB:

Die Medien vermitteln heute den Eindruck, Angela Merkel, für deren Nachfolge sich derzeit angeblich drei Frauen warmlaufen,

http://www.welt.de/politik/deutschland/article135240542/In-Merkels-Schatten-laufen-sich-drei-Frauen-warm.html

spiele mit der Idee, nach der nächsten Bundestagswahl mit den GRÜNEN zu koalieren.

Auf die parteiinterne Nachfolge wird es entscheidend angekommen, weit über die CDU hinaus.

Aber sie mag ja auch anders oder sogar ganz anders ausgehen, als derzeit, von der WELT etwa, erwartet wird.

Geschlechterpolitisch bedeutete m. E. die Kombination der Perspektive von WELT und CICERO, vom Regen in die Traufe zu kommen.

Es sei denn, die GRÜNEN würden auch in der nächsten Bundestagswahl noch einmal hinreichend kräftig gestutzt.

An Ansatzpunkten dafür fehlt es nicht.