Medienspiegel

Leibniz-Preise vergeben

Von und

„Ein Berliner Aufklärer: Der Germanist Steffen Martus von der HU ist einer von acht neuen Leibniz-Preisträgern.

Die Jury berücksichtigte dieses Mal keine Frau für den wichtigsten deutschen Wissenschaftspreis.“

„Erstmals werden nicht alle möglichen Preise ausgeschöpft.“

„Der Leibniz-Preis ist mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotiert. Bis zu zehn Preise werden jährlich vergeben. Dieses Mal zeichnet die DFG aber nur acht Wissenschaftler aus – erstmals in der Geschichte des seit 1986 vergebenen Preises. Nur eine geringe Anzahl von Vorschlägen hätte „die höchsten Qualitätsansprüche erfüllt“, teilte die DFG mit. Alle neuen Preisträger sind Männer. DFG-Präsident Peter Strohschneider nannte das „unbefriedigend“. Er appellierte an die vorschlagsberechtigten Einrichtungen der Wissenschaft, künftig mehr herausragende Forscherinnen zu nominieren. Ab der kommenden Runde werde die DFG nur noch dann mehrere Vorschläge einer Universität oder eines Instituts berücksichtigen, wenn in gleicher Anzahl Männer und Frauen benannt werden.

Neben Martus werden zwei weitere Geisteswissenschaftler geehrt, nämlich die Historiker Friedrich Lenger (Gießen) und Hartmut Leppin (Frankfurt/M.). Lenger wird für seine sozialhistorischen Arbeiten, etwa zur Geschichte der Klassenbildung im 19. Jahrhundert gewürdigt. Der Althistoriker Leppin wiederum sei ein „weltweit herausragender Experte“ für die Spätantike und das frühe Christentum, heißt es in der Begründung. Ausgezeichnet wurden ferner der Hamburger Röntgenphysiker Henry N. Chapman und der Biophysiker Hendrik Dietz (TU München), aus der Chemie Stefan Grimme (Bonn) und Christian Hertweck (Jena) sowie der Mediziner Tobias Moser (Göttingen).“  –

Zum Artikel:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/leibniz-preise-vergeben-berliner-germanist-steffen-martus-ausgezeichnet/11103102.html

Kommentar GB:

Nur eine geringe Anzahl von Vorschlägen hätte „die höchsten Qualitätsansprüche erfüllt“, teilte die DFG mit. Alle neuen Preisträger sind Männer. DFG-Präsident Peter Strohschneider nannte das „unbefriedigend“. Er appellierte an die vorschlagsberechtigten Einrichtungen der Wissenschaft, künftig mehr herausragende Forscherinnen zu nominieren. Ab der kommenden Runde werde die DFG nur noch dann mehrere Vorschläge einer Universität oder eines Instituts berücksichtigen, wenn in gleicher Anzahl Männer und Frauen benannt werden.

Es kommt einzig und allein darauf, dass Ergebnisse mit höchsten Qualitätsansprüchen vorgelegt und ausgezeichnet werden.

Und es kommt nicht darauf an, von wem sie vorgelegt werden. Die Frage danach ist überflüssig und sinnlos. Das ist eben wie es jeweils ist.

Was soll, was kann man nur zu einem wie Peter Strohschneider noch sagen? Wenn der Satz richtig ist, dass „nur eine geringe Anzahl von Vorschlägen  „die höchsten Qualitätsansprüche erfüllt“ hätten, dann ist alles folgende genderistischer Unfug.

Es sollen die Anspruchsniveaus bei der Bewertung von Forschungsergebnissen zugunsten von Frauen abgesenkt werden, nicht wahr?

Oder das soll in Kauf genommen werden?

Soll ein Leibniz-Preis light eingeführt werden?

Nein, so nicht!

Das können wir alle nicht wollen.