Medienspiegel

Professorinnenprogramm

Campus & Karriere / Beitrag vom 04.07.2014

Von Claudia van Laak   –  Auszug:

„Das erste Professorinnen-Programm ist positiv evaluiert worden. Die Hochschulen kritisieren allerdings erstens den enormen bürokratischen Aufwand und zweitens das Windhundverfahren. Sprich: Wer zuerst den Antrag einreicht, bekommt auch als Erster Geld. Dies ist auch bei der Auflage des zweiten Professorinnenprogramms nicht geändert worden. Trotz leichter Kritik an der Umsetzung lobt auch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst – früher Präsidentin der Uni Potsdam – das Programm:

„Der Anstoß durch das Professorinnenprogramm hat in der Tat viel Bewegung in den einzelnen Universitäten und Fachhochschulen ausgelöst, sodass heute flächendeckend die Auseinandersetzung mit Gleichstellungskonzepten wirklich stattfindet.“

Allerdings haben sich auch die Gegner der Frauenförderung zu Wort gemeldet. So hat der emeritierte Wirtschaftsprofessor Günter Buchholz eine „Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik“ initiiert. Dort heißt es, an Universitäten und Hochschulen werde die Diskriminierung von Männern aktiv, planmäßig und bewusst betrieben, Gleichstellungspolitik breche mit dem Leistungsprinzip und sei ungerecht.

Die Unterstützung für diese Erklärung hält sich allerdings in Grenzen – etwa 1200 Personen haben das Manifest bislang unterschrieben.“   –  Zum Artikel:

http://www.deutschlandfunk.de/professorinnenprogramm-gegen-die-glaeserne-decke-in-der.680.de.html?dram:article_id=290931

Kommentar GB:

So sind sie, unsere Journalistinnen: Statt auf die in der Frankfurter Erklärung enthaltenen Begründungen einzugehen, wird abgelenkt auf die Unterstützerzahl. Das zeigt exakt die Struktur des Staatsfeminismus an: es geht nicht um Argumente und Begründungen, die richtig oder falsch sein können, sondern darum, wer die Macht hat.

Claudia von Laak möge sich aber – rein fiktiv – einmal vorstellen, sie wäre einem Kreuzverhör ausgesetzt …