Medienspiegel

100% Studenten?

Von Michael Klein und Dr. habil. Heike Diefenbach

„Es ist an der Zeit, dem OECD-Irrsinn, dessen Ziel darin besteht, die Quote derer, die studieren, zu erhöhen, ein Ende zu setzen.

OECDAusgangspunkt für diesen Irrsinn ist die Beobachtung von u.a. Theodore Schultz aus den 1960er Jahren, dass im Aggregat betrachtet, Bildungsniveau der Bevölkerung und Wirtschaftswachstum einander bedingen: Je formal gebildeter eine Bevölkerung ist, desto mehr Wachstum gibt es.

Daraus hat man bei der OECD geschlossen, dass die Wirtschaft wächst, wenn man das Bildungsniveau der Bevölkerung erhöht, ein Schluss, der, wenn er richtig wäre, zur Konsequenz hätte, dass das höchste Wirtschaftswachstum dann erreicht wäre, wenn 100% der Bevölkerung eine Hochschule absolviert haben.

Offensichtlich ist diese Prämisse kompletter Unsinn, so dass man sich fragt, wo der Hype mit der formalen Bildung herkommt.“    –    Zum Artikel:

http://sciencefiles.org/2015/03/03/100-studenten/

und ergänzend:

http://sciencefiles.org/2015/03/03/gesucht-studenten-aus-der-arbeiterschicht/

Kommentar GB:

Julian Nida-Rümelin hat sich ähnlich geäußert:

http://www.koerber-stiftung.de/mediathek/player/der-akademisierungswahn-1.html