Alternative für Deutschland – Homofeindlich, Heterosexistisch und Antifeministisch

30.06.2014  Lisa Luckschus und Lars-Arne Raffel

„Während die ‘Alternative für Deutschland’ (AfD) bei der vergangenen Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, hat sie nun mit einem Stimmanteil von sieben Prozent den Sprung in das Europaparlament klar geschafft. Ob die innerlich zerrissene AfD damit eine Stabilisierung erfährt und sich einen festen Platz in der Parteienlandschaft sichern kann, wird sich zeigen.“  (….)

„Homofeindlichkeit, Heterosexismus und Antifeminismus fungierten im Wahlkampf auch als Teil jenes konservativen Kitts, der die unterschiedlichen Fraktionen und Generationen in der Partei ideologisch und emotional zusammenführen und als Element eines vermeintlichen Kampfes gegen imaginierte “linke Ideologien” das Bündnis von rechtspopulistischem Mob und rechter, marktradikaler Elite stabilisieren sollte.“   (…)

Zum Artikel:

http://www.feministisches-institut.de/afd/

Kommentar GB:

Verkehren wir diese drei oben verwendeten Begriffe, nämlich Homofeindlichkeit, Heterosexismus und Antifeminismus in ihr Gegenteil, dann müßten Homophilie, Feminismus und Nicht-Heterosexismus (was immer das sein mag) progressiv statt konservativ sein.

Es gibt dafür allerdings nicht die Spur einer Begründung. Es handelt sich um eine völlig haltlose Behauptung, die, wenn nicht alles täuscht, einer homosexuellen Perspektive geschuldet ist. Aber an Homosexualität ist überhaupt nichts progressiv. Sie ist einfach das, was sie ist und immer schon war, nämlich Homosexualität. Und ebenso wenig ist die Familie als Institution konservativ. Auch das ist Unsinn. Was die beiden Autoren hier diesbezüglich zusammenschreiben, das ist keine Analyse, sondern Folge ihrer speziellen schrägen Perspektive auf die Realität.