EU-Richtlinie zur „Durchsetzung gelebter Akzeptanz“ geplant

1. April 2015

Nach Informationen von REUTERS plant die EU-Kommission, noch im Jahr 2015 im Anschluß an die neuen und fortschrittlichen sexualpädagischen Ansätze in Kitas, Kindergärten und Schulen, wie sie sich in Baden-Württemberg und Niedersachsen bereits in der Umsetzungsphase befinden, eine Verpflichtung für Erwachsene einzuführen, aktiv an den jährlichen Paraden zum Christopher Street Day teilzunehmen. Diese Bereitschaft der Bevölkerung solle aus dem Geist der Akzeptanz für bisherige Minderheiten kommen, und man erwarte sich davon, dass diese Akzeptanz so immer mehr praktisch sichtbar werden würde, heißt es in der Begründung.

Gelebte Akzeptanz sei das große Ziel, das angestrebt werde.

Umgesetzt werden solle das Vorhaben durch eine EU-Richtlinie, die bereits mit der UN, der WHO sowie den betroffenen Verbänden und ihren Vertretern im EU-Parlament abgestimmt worden sei. Das nationale Recht solle mit einer Frist von zwei Jahren angepasst werden. Die muslimische Glaubensgemeinschaft allerdings solle in Abstimmung und im Konsens mit deren Verbandsvertretern aus religiösen Gründen aus dem Gesetzgebungswerk ausgeschlossen bleiben.

Für die europaweite Finanzierung der CSD-Paraden wird die EU einen speziellen Fonds zur Förderung der Vielfalt bereitstellen.

Die Schwulen- und Lesbenverbände und die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben diesen Schritt der EU-Kommission bereits begrüßt und als längst fällig bezeichnet.

Kommentar GB:

„Baden-Württemberg Kultusminister Stoch will keine „Frühsexualisierung“

Im Streit über den neuen Bildungsplan zum Thema „Sexuelle Vielfalt“ geht es hoch her: Kultusminister Andreas Stoch (SPD) wirft den Gegnern des Plans „Verleumdung“ vor.

01.04.2015, von Rüdiger Soldt, Stuttgart“

http://www.faz.net/aktuell/politik/baden-wuerttemberg-kultusminister-stoch-will-keine-fruehsexualisierung-13518224.html