„Führen muss man wollen“

Von Gisela Maria Freisinger

Marie-Theres Thiell hat in einem Beruf Karriere gemacht, für den „extrem männerdominiert“ noch eine Untertreibung ist: Die 55-Jährige baut Kraftwerke in Osteuropa. Für ambitionierte Frauen hat sie eine einfache Botschaft.

„Führen muss man wollen. Also Verantwortung tragen, Macht haben. Schon Alfred Herrhausen wusste, dass Führen ein 24-Stunden-Job ist, sieben Tage die Woche. Beinahe allen Männern, mit denen ich auf meinem Berufsweg zu tun hatte, war dieses nicht nur klar, sondern eine Selbstverständlichkeit. Mit Verwunderung habe ich immer wieder festgestellt, dass die Sicht der Dinge bei vielen Kolleginnen eine ganz andere ist.“  (Hervorhebung: GB; die Interviewte bringt exakt auf den Punkt, worum es hier geht!)

Zum Artikel:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/marie-theres-thiell-top-managerinnen-und-ihre-erfolgsgeschichten-a-1012469.html

Kommentar:

Beachten Sie bitte das Photo / s. o. / Von work-life-balance zwischen Beruf und Familie mit Kindern ist hier keine Rede. Stattdessen:

„Persönlich habe ich in meinem Berufsleben eine Reihe von Initiativen gestartet, um im eigenen Konzern über Projekte und Netzwerke dem Thema ‚Diversity‘ Nachdruck zu verleihen. Hierzu zählte zunächst ein Projekt, das zur Etablierung eines Diversity-Officers und mittlerweile klaren Rahmenbedingungen für die Auswahl von Frauen in Führungspositionen führte.“

Marie – Theres Thiell kennt Ihre (und Ihresgleichen) Interessen, deshalb: ´Diversity´! Frau fördert sich selbst.