Gleichstellungspolitik: Bundestag soll Frauenquote beschließen

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„Das Parlament stimmt heute über die Frauenquote ab.

In börsennotierten Unternehmen sollen künftig mindestens 30 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten sitzen.“

„Bis zuletzt hatte es Kritik und verfassungsrechtliche Bedenken gegen den Regierungsentwurf gegeben. Dabei ging es vor allem um die ebenfalls geplante Umsetzung im öffentlichen Dienst und eine dort vorgesehene Männerquote etwa bei Erziehern und Grundschullehrern.“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-03/bundestag-beschliesst-frauenquote

http://www.welt.de/politik/deutschland/article138114817/Wie-Merkel-eine-stille-Frauenrevolution-anzettelt.html

Eine feministische Stimme aus Österreich hierzu:

http://blog.arbeit-wirtschaft.at/frauenquote-auf-oesterreichisch/

Kommentar GB:

Die GroKo will 30%, die Grünen hätten, wie oben zu lesen, gern 40% und die Linken hätten gern sogar 50% Frauenquote in Aufsichtsräten durchgesetzt.

Unter einer linken Politik verstehe ich etwas anderes, als die Karriere privilegierter Mittel- und Oberschichtfrauen administrativ voranzubringen, in einflußreiche und hochdotierte, arbeitsmäßig wenig belastende Aufsichtsratspositionen, also wirklich in die Loge des gesellschaftlichen Theaters.

Auch die Einschränkung und faktische Abschaffung des Streikrechts auf Vorschlag von Frau Nahles verstehe ich nicht als eine linke Politik.

Und ebenso wenig die Bereitschaft der SPD, den verschiedenen von den US-Konzernen verlangten „Freihandelsabkommen“, also der „ökonomische NATO“, zuzustimmen.

Dass es sich bei der seinerzeitigen SPD/Grünen – Regierung unter Schröder um keine linke Politik gehandelt hat, das hat sich herumgesprochen, und die SPD hat das bei ihren Mitglieder- und Wählerzahlen zu spüren bekommen. Offenbar ist sie entschlossen, diesen Kurs beizubehalten.

Wie gibt man Lemmingen einen Rat?

Dennoch wollen sie gewählt werden. Aber genau so bewirken Parteien, dass viele ihrer früheren Wähler gar nicht mehr zur Wahl gehen. Wenn die Parteien wissen wollen, warum die Wahlbeteiligung so gering ist, dann ist ein Blick in den Spiegel, nein, nicht die Zeitschrift ist hier gemeint, zu empfehlen. Würde sich die sinkende oder steigende Wahlbeteiligung faktisch zu Lasten oder zu Gunsten der Parteien und ihrer Mandatsträger auswirken, dann hätten wir vermutlich schnell eine andere Situation. Das sollte daher m. E. angestrebt werden.