Kann man so dumm sein? Teil II: Generisches Maskulinum und Wikipedia

Von Michael Klein

„Seit einiger Zeit läuft bei Wikipedia eine Abstimmung darüber, ob Beiträge der Online-Enzyklopädie weiterhin in dem geschrieben werden sollen, was von manchen als generisches Maskulinum bezeichnet wird oder ob die entsprechenden Beiträge gendergerecht, wie es andere wollen, verfasst werden sollen.

Kurz zur Einführung und damit wir alle vom selben sprechen, eine wirklich verdienstvolle Bestimmung von Okamura Saburo [Man muss heutzutage schon nach Japan gehen, um Sprachwissenschaftler zu finden, die noch des Deutschen und vor allem seiner Grammatik mächtig sind]:

“Dabei sind noch zwei Begriffe zu klären, nämlich Genus und Sexus. Genus ist eine grammatische Kategorie. Übersetzt heißt es auf Deutsch das grammatische Geschlecht. In der deutschen Sprache hat man bekanntlich drei Unterklassen, nämlich: maskulin, feminin und neutral. Sexus ist das natürliche Geschlecht. Es gibt beim Menschen zwei Unterklassen: männlich und weiblich. Bei Personenbezeichnungen kommt es oft vor dass sich Genus und Sexus decken,  z.B. sind Vater, Bruder, Sohn, maskulin und zugleich männlich. Mutter, Schwester, Tochter sind feminin und zugleich weiblich. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Fräulein und Mädchen sind neutral, obwohl sie offensichtlich weiblich sind. Dasselbe gilt auch für das Wort Weib.Eine Tunte kann auch eine männliche Person bezeichnen hat aber das Genus feminin. Um Missverstandnisse zu vermeiden werde ich im folgenden von feminin, maskulin und neutral sprechen, wenn es um Genus gehen soll.Und wenn es um Sexus gehen soll, spreche ich dann von weiblich und männlich (48).”

Was hier ziemlich ausführlich beschrieben ist, ist nichts anderes als die Unterscheidung zwischen biologischem und grammatikalischen Geschlecht.“   –   Zum Artikel:

http://sciencefiles.org/2014/02/04/kann-man-so-dumm-sein-teil-ii-generisches-maskulinum-und-wikipedia/

und ergänzend:

http://www.belleslettres.eu/artikel/der-oder-das-blog_genus.php

Kommentar GB:

Das alles ändert aber leider nichts daran, dass die Grünen (wer sonst?) Frau Prof. Dr. Luise Pusch in Hildesheim erst kürzlich zum sprachpolitischen Vortrag im kleinen Stuhlkreis eingeladen haben. Und im Vergleich zu ihr ist Anatol Stefanowitsch ein Anfänger der Sprachgenderei.

Frau Pusch wird immerhin nachgesagt, vorgeschlagen zu haben, das Wort ´Mitglied´, weil für Pusch männlich konnotiert, auf Männer beschränken zu wollen, und für Frauen stattdessen das Wort ´Mitclit´ einzuführen. Das nenne ich Originalität, Witz und unfreiwillige Komik. Denn Frau Pusch  meint ihre Vorschläge stets bitterernst. Alles können Sprachgenderisten, nur eines nicht: laut lachen.

Immerhin muß doch zugeben werden, dass sich selbst der beste und witzigste Büttenredner ´eine solche Schote´ kaum hätte ausdenken können. Auf so etwas muß man erst mal kommen! Das kann nur nur eine Feministin! Chapeau!