Medienspiegel

Lohnunterschiede von Männern und Frauen?

„Gehälter sollen künftig für alle öffentlich sein – unabhängig von der Größe des Betriebs. Das plant Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nach SPIEGEL-Informationen. Wirtschaftsverbände fürchten ein „Klima des Misstrauens“.“

„Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will mehr gegen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen tun. Sie plant ein Gesetz, mit dessen Hilfe sich „möglichst alle Angestellte“ über das Gehalt von Kollegen mit gleicher Tätigkeit informieren können. Dies kündigte Schwesig bei ersten Treffen mit Gewerkschaftsvertretern und Spitzenverbänden der Wirtschaft zum Thema Entgeltgleichheit an.“

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/manuela-schwesig-gesetz-fuer-transparente-gehaelter-a-1021002.html

Kommentar GB:

Im Fernsehen wurde dieser neue Vorstoß trotz aller Wiederlegungen mit der nützlichen Lüge der angeblichen 22% Gender Pay Gap begründet.

Auch im Tagespiegel wird dieser Schwindel, hier von ,

Der Tagesspiegel: Sirleschtov, Antje

Antje Sirleschtov ist Leiterin der Parlamentsredaktion.

wieder breitgetreten:

http://www.tagesspiegel.de/politik/familienministerin-schwesig-konkretisiert-geplantes-gesetz-zur-entgeltgleichheit-das-gehalt-der-kollegen-bleibt-tabu/11441284.html

Schwesigs Ministerium ließ nun wissen, dass der Schwerpunkt des Gesetzes – wie im Koalitionsvertrag festgelegt – „eine Verpflichtung für Unternehmen ab 500 Mitarbeiter sein wird, sich mit dem Lohnunterschied von 22 Prozent von Frauen und Männern auseinander zu setzen“.

Als Quelle dient ihr die folgende Tagesspiegel-Meldung:

„Frauen verdienen statistisch gesehen gut ein Fünftel (22 Prozent) weniger als Männer. 2013 betrug der Bruttolohn für Frauen im Schnitt 15,56 Euro pro Stunde, für Männer dagegen 19,84 Euro. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Gründe für die Differenz in dieser Art der Berechnung zum großen Teil struktureller Natur: So haben Männer und Frauen oft unterschiedliche Berufe. Frauendominierte Berufe werden häufig schlechter bezahlt; Frauen sind zudem seltener in Führungspositionen vertreten und häufiger als Männer in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt.

Ein Drittel der Lohnlücke ist aber auf Faktoren zurückzuführen, die nicht arbeitsplatzrelevant sind, sondern aus einer tatsächlich schlechteren Bezahlung bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit resultieren.“ (AFP)

Ich stelle fest, dass  , sofern sie nicht bewusst gelogen hat, sich zumindest nicht hinreichend sachkundig gemacht hat, insbesondere nicht über den Unterschied zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap, und erst recht nicht über die verwendeten statistischen Methoden, aus denen sich nämlich, egal ob nun ein bereinigtes Gender Pay Gap von 8% oder von 2% resultiert, so oder so aus methodischen Gründen keinerlei Diskriminierung oder Benachteiligung von Frauen ableiten läßt.

Öffentliche Äußerungen von journalistischer Seite zu diesem Thema sind entweder Ausdruck vollständiger Ahnungslosigkeit, was besonders wahrscheinlich, oder aber von  parteilicher Lügenbereitschaft in feministischen Kreisen. Bestenfalls handelt es sich hier „nur“ um eine besondere Oberflächlichkeit in der journalistischen Arbeit. –  Vgl. hierzu die Richtigstellungen zum Thema Gender Pay Gap:

http://www.forum-inklusion.eu/equal-pay.html

http://sciencefiles.org/?s=Gender+Pay+Gap