Unter den Blinden sind die Einäugigen die Könige

Von Michael Klein

„Freude herrscht in München und Berlin:

Münchner Freude:

“Mit Platz 35 ist die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München in den aktuell veröffentlichten Times Higher Education World Reputation Rankings 2015 wieder Spitzenreiter unter den deutschen Universitäten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, in dem die LMU Platz 46 belegte, konnte sie ihre Position um 11 Plätze verbessern. Sie gehört damit zu den zehn renommiertesten Universitäten in Europa.” [zu Deutsch: Die LMU ist die Nr. 10 unter Europas renommiertesten Universitäten. 7 der 10 renommiertesten europäischen Universitäten finden sich im Vereinigten Königreich].

Berliner Freude zum Ersten:

“HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz zum Erfolg der HU: „Das erfolgreiche Abschneiden der HU im internationalen Hochschulvergleich ist auch das sichtbare Ergebnis der Umsetzung unseres Zukunftskonzept ‚Bildung durch Wissenschaft. Persönlichkeit – Offenheit – Orientierung‘, mit dem wir allen Humboldtianerinnen und Humboldtianern bestmögliche Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Dass sich die daraus erwachsenen wissenschaftlichen Spitzenleistungen auch im THE-Reputationsranking niederschlagen, ist ein willkommener Effekt unserer Initiativen.“ [Da fragt man sich, was dem Herrn Olbertz noch einfallen soll, wenn die HU nicht auf Platz 41 im Ranking, sondern auf Platz 35 landet…]

Berliner Freude zum Zweiten:

“Das Magazin Times Higher Education (THE) betrachtet die Freie Universität in seiner neuen Rangliste als eine der 60 angesehensten Universitäten der Welt. Die Hochschule verbesserte sich in diesem Jahr erneut deutlich und kommt nunmehr auf eine Platzierung in der „Gruppe 51–60“, wie das Magazin in London mitteilte. Sie zählt damit zu den vier angesehensten Universitäten Deutschlands und kommt europaweit auf Rang 18. Als Ableger des jährlichen THE World University Rankings liegt der Reputationsliste nach Angaben des Magazins die weltgrößte Befragung ausgewählter Akademiker zugrunde [Wir waren nicht dabei…].”

Das angesprochene THE (Times Higher Education) World Reputation Ranking ist eben ein solches: Ein Reputationsranking, bei dem rund 10.000 Wissenschaftler anhand von 13 Kriterien, die leider unbekannt bleiben müssen, die Reputation von Universitäten bestimmt haben. Auch wenn der Auswahlprozess ebenso unklar ist wie die Art und Weise, in der die Urteile der rund 10.000 Wissenschaftler dann zu einem Gesamt-Reputationsranking verrechnet wurden, kann man sich doch freuen – oder?

Wir meinen: nein.“   –   Zum Artikel:

http://sciencefiles.org/2015/03/12/unter-den-blinden-sind-die-einaugigen-die-konige/

Kommentar GB:

Deutsche Universitäten stellten bis zum Ende der Weimarer Republik Weltspitze dar oder spielten jedenfalls in der ERSTEN LIGA.

Damit machte die Intellektuellenvertreibung der Nazis ein für alle mal Schluß.

Auf die Dichter und Denker folgten die Richter und Henker.

Und das war´s dann mit der ehemaligen Erstklassigkeit. Vorbei. Und die US-Universitäten waren die Nutznießer: Einstein ging nach Princeton.

Was das für die USA bedeutete und bedeutet, das ist evident. Was es für Deutschland bedeutet, ebenso: nämlich dass deutsche Universitäten heute in der ZWEITEN LIGA spielen, und zwar aus politischen Gründen ohne Chance, in die ERSTE LIGA aufzusteigen.

Im Gegenteil: der Genderismus (Professorinnenprogramm I und II, etc.) hat unter der Führung des BMF unter Schavan und Wanka den Abstieg in die DRITTE LIGA längst eingeleitet.

Denn die politisch- administrativ ausgebremsten Männer, die hellsten, die wir haben, wechseln, eben weil sie alles andere als blöd sind, ins Ausland, wo man sich über diesen deutschen brain drain die Hände reibt. Aber die Dummen merken das nicht, oder es ihnen egal.

Was nimmt man nicht alles in Kauf, um Privilegien zu ergattern, nicht wahr…