Antidemokraten

Von Gunnar Kunz  –  Auszüge:

„Ganz ehrlich: Ich habe wesentlich mehr Angst vor Gutmenschen als vor Terroristen. Die Chance, einen Terroristen zu treffen, ist gering. Den Gutmenschen kann man leider nicht entkommen, und viele von ihnen sind nicht minder fanatisch. Terroristen können Bomben werfen und Menschen töten, aber keine Demokratie zerstören. Gutmenschen schon.  (…)

Gutmenschen sind unduldsam, intolerant und antidemokratisch. Sie denken in Kategorien von gut und böse statt richtig und falsch. Wer nicht ihrer Meinung ist, gilt ihnen als Feind. Dass es sich lohnen kann, gelegentlich Andersdenkenden zuzuhören, um seinen Horizont zu erweitern, ist in ihrem Weltbild nicht vorgesehen. Lieber beschimpfen sie Menschen mit einer anderen Meinung als Nazis (in feministischen Zusammenhängen auch als „Maskutroll“, was für sie dasselbe ist). Die politische Korrektheit, ihr Herrschaftsinstrument, ist nichts anderes als ein Denkverbot. Gutmenschen sind davon überzeugt, auf der richtigen Seite zu stehen und deshalb das Recht zu haben, auf Abweichler einzudreschen. Im übertragenen Sinne und wortwörtlich. Es dient ja einem höheren Ziel, da muss man es mit den Methoden nicht so genau nehmen, nicht wahr? Dieselbe Argumentation kennen wir von jedem Diktator und jeder KZ-Wärterin. Die edlen Absichten. Wo gehobelt wird, und so weiter. Der Zweck heiligt die Mittel.

Die Feinde der Demokratie erkennt man nicht zwangsläufig an ihren Zielen. Aber immer an ihren Methoden.“   –  

http://pfuetzenfische.blogspot.de/2015/04/antidemokraten.html

und ergänzend

http://le-bohemien.net/2014/06/03/gutmenschentum-und-zynismus/

Bei Bettina Röhl heißen die „Gutmenschen“ – zufällig oder nicht –  „Grünlinge„:

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-gott-beschuetze-die-gesellschaft-vor-ihren-minderheiten/9696452.html

Ich empfehle die öffentliche Verlesung auf den nächsten Parteitagen der hier von Röhl gemeinten Parteien.