EuGH-Urteil: Blutspende-Verbot für Schwule ist rechtens – unter Bedingungen

„In Deutschland und mehreren anderen EU-Ländern dürfen Schwule kein Blut spenden. Das Verbot ist rechtens, hat nun der Europäische Gerichtshof entschieden – sofern zwei Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Ausschluss Schwuler von der Blutspende kann einem EU-Urteil zufolge rechtens sein. Voraussetzung ist aber ein hohes Übertragungsrisiko für Infektionskrankheiten wie HIV, urteilte der Europäische Gerichtshof am Mittwoch in Luxemburg (Rechtssache C-528/13).“

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/eugh-urteil-blutspende-verbot-fuer-schwule-ist-rechtens-unter-bedingungen-1.2457917

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/blutspendeverbot-fuer-homosexuelle-der-schutz-der-empfaenger-geht-vor-1.2458946

http://www.zeit.de/politik/2015-04/blutspende-homosexuelle-europaeischer-gerichtshof

http://www.deutschlandfunk.de/klage-am-eugh-streitfrage-um-blutspende-verbot-bleibt-offen.1818.de.html?dram:article_id=318484

Hieraus folgendes Zitat:

„Auch in Deutschland gelten Männer, die mit Männern Sex haben, als Gruppe mit erhöhtem Risiko: Laut Robert Koch-Institut entfielen 2013 drei Viertel der ungefähr 3.200 HIV-Neuinfektionen auf Schwule. Sie sind daher neben Heterosexuellen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern oder Prostituierten von der Blutspende ausgeschlossen. Grundlage ist die Beantwortung eines Fragebogens vor der Spende.

Beck fordert Lockerung

Der Grünen-Innenpolitiker Volker Beck hatte vor dem Urteil eine Lockerung des generellen Ausschlusses homosexueller Männer von der Blutspende gefordert. „Es ist richtig, bei Blutprodukten und Bluttransfusionen keine Kompromisse bei der Sicherheit zu machen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Aber Sicherheit heiße auch, dass man Risiken rational benennen und an ihnen und nicht an Vorurteilen die Vorsichtsmaßnahmen ausrichten müsse.“

Kommentar GB:

Es ist doch in sachlicher Hinsicht völlig klar, dass bei Blutspenden  j e d e s  Risiko möglichst vollständig ausgeschlossen werden m u ß.

Hierbei einen Zusammenhang mit irgendeiner „Diskriminierung“ zu konstruieren, das ist derart absurd, dass man sich fragt, ob Leute, die mit solchen Vorwürfen herumlaufen, eigentlich noch alle Latten am Zaun haben. Ja, die gibt es. Man lese hierzu:

http://www.huffingtonpost.de/2015/04/29/hoert-endlich-auf-schwule-unter-generalverdacht-zu-stellen_n_7167852.html?utm_hp_ref=germany

Als Patient möchte ich jedenfalls sicher sein, dass Blutkonserven nicht mit irgendwelchen Erregern verseucht oder sonstwie belastet sind. Und ich gehe davon aus, dass diese Feststellung allgemeine Zustimmung findet.

Denn es ist mein (und nicht nur mein) gutes Recht zu verlangen, das alles getan wird, um das sicherzustellen. Der Staat hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass durch Blutransfusionen keine Menschen geschädigt werden, und dass Risiken vollständig vermieden werden.

Sicherheit heißt einfach Sicherheit. Was sicher ist, dass sollte gemacht werden, was nicht, das sollte vermieden werden. So einfach ist das.

Und Leute mit einer Diskriminierungs-Neurose sollten sich deswegen therapieren lassen. –Ein Foris der ZEIT schreibt:

20. nein..

tatsächlich gibt es diese 100%ig sicheren Tests eben bis heute nicht!
Ich erläutere: Bei einer Infektion jeder Art, also auch bei HIV, gibt es ein sogenanntes Infektionsfenster, in dem zwar der Betroffene bereits infiziert ist und auch die Viren schon in seinem Blut sind, dies aber aufgrund der geringen Menge noch nicht nachgewiesen werden kann.
Diese kleine Menge reicht aber bereits aus um wiederum den zukünftigen Spendeempfänger auch zu infizieren.
Da aber nun nach wie vor 2/3 bis 3/4 der Neuinfizierten per anno homosexuelle Männer sind, also auch in etwa 3/4 aller HIV-positiven homosexuelle Männer sind, diese aber nur 3-5% der Bevölkerung ausmachen, kann man von einer (beträchtlichen) Risikogruppe sprechen, die prophylaktisch besser von der Spende ausgeschlossen wird!

http://www.zeit.de/politik/2015-04/blutspende-homosexuelle-europaeischer-gerichtshof?commentstart=17#comments