Familienpolitik

Koalition will Alleinerziehende steuerlich entlasten

Union und SPD wollen den Freibetrag für Alleinerziehende deutlich anheben – um 600 Euro auf 1908 Euro. Darauf haben sich die Fraktionsspitzen der Koalition auf ihrer Klausurtagung geeinigt.

Zum Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/koalition-hebt-steuerfreibetrag-fuer-alleinerziehende-an-13542050.html

Kommentar GB:

Und wie wird das von den Lesern beurteilt? Negativ! Zwei Beispiele:

„Alleinerziehend“ wird langsam zum sehr einträglichen Beruf.
Kerstin Berg  (Liebestrank) – 16.04.2015 17:08

Eigentlich sollte man sich eine „Opfergeschichte“ als Alleinerziehende zulegen. Als verheiratetes Paar , das sich zudem selbst um seine Kinder kümmert, nach wie vor die am meisten gelebte Form von Familie in Deutschland, ist man offensichtlich kein Thema der christlichen und sozialen „Demokraten“. Überall läßt sich die Strategie der „Alleinerziehenden“ beobachten. Wir leben in einer Zeit, da das „uneheliche“ Kind kein Stigma hat, der Mutter keine gesellschaftlichen Sanktionen drohen, diese Lebensform staatlich großzügig alimentiert wird- wieso ist dieser sehr frei gewählte Stand Ziel weiterer spezieller Bemühungen? 
  (65) Wer denkt eigentlich an die unterhaltspflichtigen Väter
Christian Brouwers  (cbrouwers) – 16.04.2015 17:05

Beispielrechnung: Bruttoverdienst 4000 € ==> netto 2651,08 € ==> laut Düsseldorfer Tabelle bei 3 Kindern 12-17 1191 € Kindesunterhalt ==> dem Vater bleiben 1460 €. Gleiche Rechnung bei 3500 € brutto verbleiben 1080 €, der als garantierter Selbstbehalt feststeht. Gleiche Rechnung für die Mutter, 3 Kinder 12 – 17: 1. Fall 1191 Unterhalt + 584 Kindergeld = 1775 € + gerne mal 1500 € auch bei Halbtagesjob (bevorzugtes Modell der armen Alleinerziehenden) = 3225 € netto. Fall 2: 1128 € Unterhalt + 584 Kindergeld = 1712 €. Ich bin mir bewußt daß viele Alleinerziehende die keinen oder wenig Unterhalt erhalten ein großes Problem haben. Aber ich würde mir wünschen daß man auch mal die finanzielle Situation vieler Väter anguckt, die z.B. nach einer Scheidung sofort aus Steuerklasse III herausfallen und erhebliche Einbußen in Kl. V haben. Und bei den Beispielen ergibt sich ein sehr deutlich unterschiedlicher Lebensstandard der Parteien. Von 1712€ + Verdienst kann man gut leben. Von 1080 nicht!