Großmeister Nigel Short über Frauen: Schach wat?

„Nigel Short, britischer Großmeister, sorgt mit platten Mann-Frau-Attitüden für Empörung. Man solle einfach „würdevoll akzeptieren“, dass es weniger Kolleginnen im Profi-Schach gebe.

Nigel Short, 49, mag Großmeister des Schachs sein. Zum Großmeister der Gleichberechtigung dürfte es allerdings nicht reichen. Mit seinen jüngsten Äußerungen in einem Interview mit dem Branchenmagazin „New in Chess“ löst der Brite landesweit Empörung aus.

Männer und Frauen sollten einfach akzeptieren, dass sie „anders verdrahtet sind“, zitiert der „Telegraph“ Short aus dem Artikel. Es war um die Frage gegangen, warum es so wenig Frauen im Profi-Schach gibt. „Warum sollten Männer und Frauen gleich funktionieren? Ich habe nicht das geringste Problem anzuerkennen, dass meine Frau eine wesentlich höhere emotionale Intelligenz besitzt als ich.“ Gleichzeitig sei es für seine Gattin auch nicht peinlich, ihn zu bitten, das Auto aus der engen Garage zu fahren.

So weit, so letztes Jahrhundert. Doch dann setzt Short zu dem Satz an, der nicht nur Profi-Schachspielerinnen verärgert. „Anstatt uns über Ungleichheit zu ärgern, sollten wir das einfach würdevoll als Fakt anerkennen.“ “

http://www.spiegel.de/panorama/leute/schach-grossmeister-nigel-short-veraergert-frauen-mit-aeusserung-a-1029487.html

Kommentar GB:

Schwach! Sehr schwach!

Meine Güte, sollen die Frauen doch einfach, statt die Empörten zu mimen, praktisch unter Beweis stellen, was sie können, oder sie lassen es eben.

Und auf die Unterschiede hinzuweisen, die im Schach historisch gesehen vollkommen evident sind, das hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun. „Gleichberechtigung“ heißt: „gleiche Berechtigungen“, und die waren und sind hier gegeben. Mit „Gleichberechtigung“ hat somit die Äußerung von Nigel Short in keinem möglichen Sinne irgend etwas zu tun. Vor allem heißt Gleichberechtigung nicht, dass Ungleichheiten per Political Correctness zu verleugnen auch von denen zu verlangen wäre, die es besser wissen. Aber ob SPON das begreift?

Und diese Geschwätz von Sexismus etc. ist derart albern, dass Leute, die nicht einmal das bemerken, sowieso besser kein Schach spielen sollten. Vermutlich können sie das aber sowieso nicht.