Medienspiegel

Her mit den Quoten – nicht nur für Frauen!

Dr. Andreas Unterberger

„Die ÖVP führt nun bei allen Bundeswahlen das Reißverschlusssystem ein, demzufolge auf allen Kandidatenlisten die beiden Geschlechter in fixem Wechsel aufeinander folgen. Das ist die Umsetzung einer Zeitgeist-Mode, der die Volkspartei ja wie allen Moden nachzutrappeln versucht. Die Partei hat dabei aber wieder einmal auf halbem Weg Halt gemacht. Denn wieso soll es eigentlich nur für die Geschlechter Quoten geben, wenn man schon damit anfängt?“

Anmerkung GB:
Die Quotenpolitik wird sofort ad absurdum geführt, wenn sie zu Ende gedacht wird. Denn: für welche Gruppe – und es gibt beliebig viele! – wäre denn dann  k e i n e  Quote vorzusehen, und mit welcher Begründung? Ich meine natürlich, abgesehen von ´weißen heterosexuellen Männern´, also ´den Bösen´, die neuerdings nach Belieben diskriminiert werden dürfen – und sogar diskriminiert werden sollen!
Aber es gibt dann ja immer noch beliebig viele Gruppen, die ´ihre´ Quote beanspruchen werden. Warum sollen Quoten denn immer nur für privilegierte, weiße, akademisch ausgebildete Frauen der oberen Mittelschicht gelten, die keine Lust haben, sich anzustrengen und in der Konkurrenz mit Männer bisher öfters durchfallen als ihnen lieb ist? Mit – durch ´diversity management´  – einer ganz besonderen Förderung von Lesben?