Medienspiegel

Kampf gegen Frauenfeindlichkeit

Nicht lächeln beim Oralsex

Eine Kolumne von    –   Auszug:

„Grundlos grinsende Frauen in der Werbung? Gehören verboten, findet man im Pilotbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Dabei kommt die wirkliche Herabwürdigung von Frauen als naiv und hysterisch aus dem Zeitschriftenregal.“

„Ein Jahr lang hat eine Arbeitsgruppe unter Mithilfe von Experten von Terre des Femmes und dem Frauennachtcafe Wildwasser beraten, wie man Kreuzberg zumindest optisch zur sexistischen No-Go-Area machen kann. Künftig soll jede Werbung unterbunden werden, in der Frauen als „(willens)schwach, hysterisch, dumm, unzurechnungsfähig, naiv“ dargestellt werden. Frauen dürfen auch nicht „ohne Anlass lächelnd inszeniert“ sein oder „zu körperbetont bekleidet“ gezeigt werden. Werbung, „die vermittelt, dass Frauen hilfsbedürftig, fürsorglich, mit großer Freude im Haushalt beschäftigt, konsumsüchtig, abhängig, verführerisch, schön“ sind, ist ebenso tabu wie jede Abbildung, die dem Betrachter nahelegt, dass es besser ist, wenn man weniger wiegt oder eine glattere Haut hat.

Ein Lächeln als „strukturelle Gewalt“

Vorerst gilt die Regelung nur für die vier vom Bezirk kontrollierten Werbeflächen, aber dabei soll es selbstverständlich nicht bleiben. Wie man in der „Berliner Zeitung“ lesen konnte, ist man schon in Verhandlungen mit der Werbefirma Ströer über ein Rahmenabkommen für 23 weitere Standorte. Die Verbreitung rückschrittlicher Rollenbilder und „Geschlechterstereotypen“ gilt als „strukturelle Gewalt“, weshalb die neue Werbeverordnung auch nicht unter Volkserziehung, sondern unter Gewaltprävention fällt. Keine Ahnung, wie die Grünen zu Kopftuch und Burka stehen. Über zu viel nackte Haut muss man sich bei Muslimen jedenfalls nicht beklagen. Leider haben sie dort noch ein völlig ungebrochenes Verhältnis zur Hausfrau, aber da kann man im nächsten Integrationskurs sicher was machen.“

Zum Artikel:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-ueber-frauenfeindliche-werbung-a-1031039.html

Kommentar GB:

Das Neueste aus der Offenen Anstalt…