„Sexuelle Belästigung“?

Von Kai Strittmatter, Peking

  • „Nach der Freilassung von fünf Frauenrechtlerinnen in China spekulieren Experten, was den Staat dazu bewog, sie aus der Haft zu enlassen.“
  • „Sie waren kurz vor dem Internationalen Frauentag am 8. März festgenommen worden. Ihnen wird unter anderem „Unruhestiftung“ vorgeworfen. Die Frauen wollten Flugblätter gegen sexuelle Belästigung verteilen.“

„Nach mehr als fünf Wochen Haft und wachsenden Protesten im In- und Ausland entließ die Staatsanwaltschaft in Peking die fünf Frauenrechtlerinnen unter Auflagen aus dem Gefängnis. Amnesty International sprach von einem „ermutigenden Durchbruch“, forderte Peking aber gleichzeitig auf, auch die verbleibenden Restriktionen gegen die Frauen aufzuheben.“ (…)

„Auch Hillary Clinton und US-Außenminister John Kerry forderten die Freilassung der fünf.

Chinas Außenministerium wies die Einmischung der USA zurück.“

http://www.sueddeutsche.de/politik/justiz-in-china-keine-sicheren-zonen-mehr-1.2434529

Kommentar GB:

Tja, was ist „sexuelle Belästigung“? Dies, und das und überhaupt alles mögliche, was den Damen subjektiv angeblich mißfallen hat.

Mit Sicherheit ist das jedenfalls ein äußerst dehnbarer Begriff und ein Vorwurf, der zumeist sehr schwer zu belegen oder zu widerlegen ist.

Jetzt warte ich auf die Nachricht, dass die fünf Frauen beim nächsten Parteitag der KP Chinas nach dem Vorbild der EZB auf die Tische gesprungen sind und herumgekreischt haben, so wie das in verschiedenen europäischen Kirchen und soeben bei der EZB geschehen ist. Das ist dann natürlich keine sexuelle Belästigung, sondern legitimer Protest, aber gegen was oder wen eigentlich? Und warum?

Jedenfalls werden Hillary Clinton, John Kerry und Amnesty International dann vermutlich sehr zufrieden sein.

Es macht schon nachdenklich, wenn derartige Aktionen sich als anscheinend weltweit koordiniert erweisen.

Sogar mit großem Presseecho in der Süddeutschen Zeitung. Von Herrn Strittmatter! Mein Gott, wie wichtig das doch ist! –

„Chinas Außenministerium wies die Einmischung der USA zurück.“

Die TAZ berichtet hierzu besonders ausführlich:

http://www.taz.de/China-laesst-Frauenrechtlerinnen-frei/!158103/