Medienspiegel

Ministerialer Betrug: Der Zweck heiligt die Mittel

Von Michael Klein

„Es gibt etwas zu feiern im Bundesministerium, das sich angblich Bildung und Forschung widmet:

“Professorinnenprogram fördert 400. Berufung

BMBF Jubel 400Das ist im BMBF ein Grund zum Feiern, nicht nur, weil nach Ansicht der derzeitigen Ministerdarstellerin, Wanka, die 400 Professorinnen, die per Professorinnenprogramm in Positionen gehievt wurden, “[b]esondere Rollenvorbilder für Studentinnen und Studenten” seien (dazu unten mehr).

Nein. Nicht nur deshalb.

Die Jubelmeldung zeichnet das Professorinnenprogramm in gloreichen Farben: 400 Professuren sind mit den 300 Millionen Euro des Professorinnenprogramms, die bislang ausgegeben wurden, gefördert worden. 198 deutsche Hochschulen hätten sich bislang am Professorinnenprogramm beteiligt. Zwei bis drei von “Frauen besetzte Professuren” (1. Lüge), würden für die Dauer von bis zu fünf Jahren gefördert. Das Professorinnenprogramm unterstütze deutsche Hochschulen in ihrem Engagement für mehr Chancengleichheit (2. Lüge) und diene dazu, die “Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern” (3. Lüge).“

http://sciencefiles.org/2015/04/23/ministerialer-betrug-der-zweck-heiligt-die-mittel/

Kommentar GB:

Die Frauensubventionierung schreitet solange voran, bis sie aufgehalten, eingestellt und abgewickelt wird.

Aber das kann man von den Nutznießerinnen nicht erwarten. Denn: „Wer einen Sumpf trocken legen will, der darf nicht die Frösche fragen.“

Es könnte zum Beispiel – top down – damit begonnen werden, Frau Wanka gegen einen kompetenten Bildungspolitiker auszutauschen und das Professorinnenprogramm zu kassieren. Das wäre ein Anfang. Nicht mehr.

Das wird die GroKo nicht tun? Das stimmt zweifellos. Aber das wäre genau das, was als Sofortmaßnahme allererst zu tun wäre.