Schweden akzeptiert offiziell das dritte Geschlecht

Von Ingerid Salvesen

„Menschen, die sich selbst nicht als weiblich oder männlich bezeichnen wollen, können nun ein drittes Geschlecht in Schweden annehmen. Dafür ist eigens ein neues Wort eingeführt worden: „hen“.“

„Wie nennt man einen Menschen, der sich weder als Mann noch als Frau versteht? „Er“ stimmt nicht, „sie“ auch nicht. Und „es“ trifft es genauso wenig. Die Schweden, als Skandinavier progressiven Lösungen stets aufgeschlossen, sind einen neuen Weg gegangen. Dort ist nun ganz offiziell ein geschlechtsneutrales Pronomen eingeführt worden.

Weil Sprache Fakten schafft, steht das Fürwort „hen“ seit Mittwoch in der neuen Ausgabe des Wörterbuchs „Svenska Akademiens ordlista“, das etwa unserem Duden entspricht. Zusätzlich zu den Wörtern „hon“ für „sie“ und „han“ für „er“ haben die Schweden nun noch ein geschlechtsneutrales Wort, um eine Person zu beschreiben.“

–   Zum Artikel

http://www.welt.de/politik/ausland/article139628553/Schweden-akzeptiert-offiziell-das-dritte-Geschlecht.html

Und in der FAZ finden wir den folgenden Beitrag aus der Offenen Abteilung, der nur dank der Kommentare ein kritischer ist:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/hen-schweden-fuehrt-geschlechtsneutrales-pronomen-ein-13539757.html

Kommentar GB:

1. Wie immer sich jemand im Zeitalter des feministischen Subjektivismus ´selbst verstehen´ mag: wer oder was ist dieser Mensch?

2. Wie groß ist die Anzahl / der Anteil derer, deren sexuelle Identität nicht männlich oder weiblich ist?

3. Wenn dieser Anteil (2) im unteren Prozent- oder sogar Promillebereich liegt, weshalb ist das dann ein gesellschaftliches Problem?

4. Jeder hat das Recht, sich zu blamieren wie er oder sie oder es das eben kann.

5. Auch die Schweden haben dieses Recht. Bitte sehr. – Hierzu kritisch:

https://tanjabergkvist.wordpress.com/

und dann: auch Schweden wandelt sich politisch, wie immer man das beurteilen mag:

http://www.wiwo.de/politik/europa/schweden-in-der-krise-die-skandinavische-konsenskultur-ist-am-ende/11073280-all.html

Selbst wenn man das überwiegend kritisch beurteilen sollte, mag es dabei doch auch positive Aspekte geben.

 

 

 

 

 

Kommentar GB: