Sexualerziehung: Ein neuer Erlass, der an Kindesmissbrauch grenzt

 (Die Presse)

„Bereits die Ankündigung eines „modernen“ neuen Sexualkundeunterrichts durch Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Herbst 2014 ließ Schlimmes ahnen: „Möglichst früh“ solle dieser einsetzen, also noch im Kindergarten. Ende März schickte sie den Entwurf für eine Aktualisierung des Grundsatzerlasses „Sexualerziehung an den Schulen“ zur Stellungnahme an Elternverbände und Experten. Diese hatten nur wenige Tage Zeit zur Begutachtung, die Frist lief bereits am 10. April wieder ab. (…)

Eine deutliche Verschiebung soll auch bei der Werteerziehung vollzogen werden. In der bisher gültigen Fassung heißt es, die Schule solle an einer „werterfüllten Orientierung an der Bewusstseinsbildung der Schüler und Schülerinnen in Fragen der Sexualität und Partnerschaft“ mitwirken. Künftig soll das auf Wunsch der Ministerin radikal anders werden: Die Schule solle keine Werte vermitteln oder vorgeben. Im Zusammenhang mit Sexualität geht es in ihrem Entwurf stets um „Lust“ und „Genuss“, die Begriffe „Liebe“ und „Familie“ kommen nicht mehr vor.

Dafür sollen Kinder „Fähigkeiten und Fertigkeiten“ erwerben, die das „eigene Wohlbefinden fördern“, sie sollen „Körperkompetenz“ erlernen – was immer das sein mag. Dass Kinder ihren eigenen Körper im Rahmen der Sexualerziehung „erkunden“ sollen, lässt jedoch erahnen, was damit gemeint ist. Auch auf das Thema Sexualität und Medien soll eingegangen werden. In diesem Zusammenhang „kann“ man sich im Unterricht auch mit „Pornografie und Sexting“ (das Verschicken erotischer Fotos per Handy) auseinandersetzen. Also Porno-Schauen in der Schule?

Im Entwurf zum neuen Erlass ist von einer „Sexualpädagogik der Vielfalt“ die Rede. Es gibt kein Ideal, keine Norm, alle Arten von Sexualität und sexueller Orientierung werden als gleichwertig dargestellt. Es darf also keine Leitbilder mehr geben, die sich an der Partnerschaft von Mann und Frau orientieren. Dahinter steht eindeutig die Ideologie des Gender-Mainstreamings, die Loslösung vom biologischen zu einem rein „sozialen“ Geschlecht. Das offenbart den Hintergrund, auf dem der Entwurf aufbaut und der auch explizit genannt wird, nämlich die Standards der Weltgesundheitsorganisation WHO, die rechtlich nicht verbindlich und höchst umstritten sind. (…).“

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/4712198/Sexualerziehung_Ein-neuer-Erlass-der-an-Kindesmissbrauch-grenzt

Kommentar GB:

1. Die WHO wäre gut beraten, sich bei der Bekämpfung der Ebola-Epidiemie Meriten zu erwerben, anstatt auf sexualpädogischem Gebiet zu dilettieren. Man fragt sich sofort, wer diesen Unsinn dort zu verantworten hat.

2. Die WHO-Empfehlungen stehen auch hinter den sexualpädagischen Absichten der deutschen Landesregierungen. Dass sich dahinter – wie auch hinter den WHO-Empfehlungen – die sehr speziellen Interessen von Homosexuellen und ihren Verbänden verbergen, das ist deutlich erkennbar. Aber diese Interessen sind unverträglich mit den diesbezüglichen Interessen der Eltern und der Kinder.

3. Da auf Einsicht nicht zu rechnen ist, braucht es die weitere Verstärkung gesellschaftlichen Widerstands.

4. Die „Grünen“ waren u n d  s i n d das Erzübel in diesem Zusammenhang:

http://www.gwi-boell.de/de/2015/04/14/gruene-aufarbeitung-sexualisierter-gewalt-ein-zwischenstand