VW nennt zwei Nachfolgerinnen nach Piëch-Rücktritt

Tagelang war darüber spekuliert worden, wer für den zurückgetretenen VW-Patriarchen Ferdinand Piëch und seine Frau Ursula in den Aufsichtsrat einzieht.

Nun hat der Konzern eine Lösung gefunden.

Louise Kiesling und Julia Kuhn-Piëch ziehen als neue Aufsichtsratsmitglieder in das Kontrollgremium bei Volkswagen ein. Die beiden rücken nach für das am Samstag zurückgetretene Ehepaar Ferdinand und Ursula Piëch, wie die Volkswagen AG am Donnerstag mitteilte.

Damit erfüllt die Seite der Kapitaleigner im VW-Aufsichtsrat die ab 2016 geltende Zielvorgabe von 30 Prozent Frauenanteil schon heute. Annika Falkengren ist die dritte Frau auf der insgesamt zehnköpfigen Kapitalseite. Auf Seiten der Arbeitnehmer sitzt bisher erst eine Frau: Babette Fröhlich von der Gewerkschaft IG Metall.

Die beiden Frauen rücken mit sofortiger Wirkung nach für das am Samstag zurückgetretene Ehepaar Piëch.“

Zum Artikel:

http://www.welt.de/wirtschaft/article140335619/VW-nennt-zwei-Nachfolgerinnen-nach-Piech-Ruecktritt.html

aber:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vw-piech-lehnt-neue-aufsichtsraetinnen-ab-13568764.html

Kommentar GB:

Es ist im Prinzip völlig gleichgültig, wieviel Frauen oder Männer im Aufsichtsrat sitzen.

Das ist genauso belanglos, wie die Haarfarbe oder Hautfarbe (oder was es sonst an biologischen Merkmalen gibt), die diese Personen jeweils haben.

Betriebswirtschaftlich entscheidend ist einzig und allein, ob die AR-Mitglieder kompetent, erfahren und urteilsfähig sind, und ob sie auf dieser Grundlage in der Lage sind, ihre verantwortungsvolle Rolle tatsächlich auszufüllen, zum Wohle des Konzerns, den sie mit leiten. 

Nicht gleichgültig ist der Anteil der Frauen im Aufsichtsrat allerdings erstens für die Frauen, die nur  m i t Frauenbevorzugung in dieses Amt gelangen, und zweitens für die Männer, die aus demselben Grund  n i c h t  in dieses Amt gelangen, obwohl sie dazu befähigt sind und  n u r  wegen der Bevorzugung des weiblichen Geschlechts als solches nicht berufen werden,

weil sie also sexuell diskriminiert werden: siehe hierzu Art. 3 (3) Grundgesetz. 

Und man komme mir jetzt bitte nicht mit dem Hinweis, Art. 3 (2) Satz 2 erlaube das.

Das ist nämlich – sowohl logisch wie empirisch – schlicht falsch.

Ein Irrtum, eine Falschbehauptung, eine Lüge, suchen Sie´s sich aus …